Unglaubliches Spiel in Wien! Admira schafft nächste Sensation & holt gegen Austria 4:4
- Rapid weiter in der Krise: In Graz vs. Sturm nur 0:0
- Ried mit 1:0 in Tirol, Pasching schlägt Mattersburg 2:0
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GAK mit 5:0 vom Platz
Salzburg jetzt nur noch zwei Punkte hinter Austria
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Admira ist derzeit nicht zu stoppen: Nach drei Siegen in Folge gegen Salzburg und zweimal gegen Rapid nimmt der Tabellenletzte in der 29. Runde der Bundesliga auch der Wiener Austria Punkte ab. Beim 4:4 im Wiener Horr-Stadion geht die Austria zweimal in Führung, die Veilchen verschenken sogar ein 2:0, ehe die Niederösterreicher in Führung gehen und diese zwei Minuten vor Schluss doch wieder abgeben müssen. Besonders bitter für die Admira: Das 4:4 erzielt die Austria dank eines umstrittenen Elfmeters. Die Südstädter verringern damit den Rückstand auf den Vorletzten Mattersburg auf vier Punkte, weil die Burgenländer beim FC Superfund 0:2 (0:1) unterlagen. Rapid schafft bei Sturm nur ein 0:0, Ried überwindet seine Auswärtsschwäche und gewinnt in Tirol 1:0.
Für ein spektakuläres Torfestival haben Nordea Admira und Austria Wien gesorgt. Nach bereits 21 Minuten 2:0 voran, kamen die Violetten beim 4:4 (2:1) noch mit einem "Veilchen" davon. Erst zwei Minuten vor Schlusspfiff glich Janocko die Führung der Südstädter per Elfmeter aus und eroberte damit wenigstens einen Punkte für die Tabelle.
Der FAK gab damit erstmals seit März 2005 (2:2) wieder Punkte gegen die Admira ab. Die Südstädter (26) sind nach dem Remis nur noch vier Punkte hinter Mattersburg (30).
Null Respekt vor der Austria
Das nach den Erfolgen über Rapid beflügelten Tabellen-Schlusslicht spielte vor 6.711 Zuschauern in Horr-Stadion von Start weg frech mit, zeigte keinen Respekt vor den Violetten. Solo-Spitze Nino Bule beschäftigte die Austria-Abwehr mehr als ihr lieb war. Der Tabellen-Führer, erstmals im Frühjahr mit zwei Österreichern (Linz, Metz) in der Startformation, war nur über die von Nastja Ceh getretenen Standard-Situationen gefährlich.
Zwei Tore hatte die Admira als erfolgreichste Frühjahrsmannschaft in sechs Runden kassiert, in Wien-Favoriten war diese Anzahl nach 21 Minuten bereits verdoppelt. Roland Linz (16.) verwertete einen Ceh-Freistoß mit seinem 12. Saisontor zur Führung, die der slowenische "Freistoßkönig" fünf Minuten später ausbaute. Nach Foul an Linz passte sein Strafstoß aus 17 Metern genau ins rechte Kreuz-Eck (21.). Admira-Tormann Thomas Mandl, einer von vier Ex-Austrianern in der Startelf der Südstädter, war chancenlos.
Als die violette Fangemeinde noch am jubeln war, schoss Admira doch ein Tor, das allerdings umstritten war. Bjelica-Pass auf Wagner, der spitzelte vom Linienrichter ungesehen den Ball zum abseitsverdächtigen Bule, der allein auf Didulica zog und verwertete - 1:2 (23.).
Austria überraschend defensiv
Auch in der zweiten Spielhälfte änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die Austria blieb passiv, versuchte den knappen Vorsprung nur zu verwalten - und wurde dafür bestraft: Dheedene servierte Landerl den Ball per Kopf, der sagte "Danke" und erzielte aus 13 Metern den Ausgleich (55.). Die beiden besten Violetten am Platz sorgten aber wieder für die Austria-Führung: Ceh auf Sebo - 3:2 (65.). Dann der große Auftritt von Michael Wagner. Nach einem Landerl-Schuss staubte der Ex-Austrianer zunächst zum Ausgleich ab (75.) und erzielte zwei Minuten später per Elfmeter (Radomski riss Hoffer nieder) für die erstmalige Führung (77.). Es waren sein ersten beiden Treffer im Admira-Dress.
Austria-Trainer Schinkels warf nun alles nach vorne und wurde wie beim 2:2 vor einer Woche gegen Salzburg doch noch belohnt. Fragwürdiges Foul von Fürthaler an Ceh, der Admiraner sah dafür Gelb-Rot (87.), der eingewechselte Janocko verwertete den Strafstoß zum 4:4 (88.).
Rapid noch nicht wirklich aus der Krise
Mit dem noch regierenden Meister geht es wieder etwas aufwärts. Zwar reichte es beim SK Sturm nur zu einem 0:0, doch die Leistung der Hütteldorfer war im Vergleich zu den vergangenen Wochen durchaus ansprechend. Da auch die Grazer nach der Pause eine akzeptable Vorstellung boten, durften beide mit dem Match und auch mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden sein.
Mit dem erst fünften Punkt in den nunmehr acht jüngsten Spielen ist der SK Rapid in der Bundesliga bei Sturm schon seit vier Jahren ungeschlagen, seit dem 0:1 durch ein Vastic-Tor in der 93. Minute am 16. März 2002. Die Grazer kamen nach der Winterpause zu ihrem vierten Unentschieden bei zwei Siegen und nur einer Niederlage, blieben aber dennoch auf dem achten Rang sitzen, Rapid verbesserte sich zumindest bis Sonntag auf den fünften Platz.
Rapid domiert erste Halbzeit
Rapid dominierte vor allem vor der Pause ohne zwingende Chance allerdings. Weitschüsse von Martinez (27.), Kavlak (37.) und Bazina (41.) fielen zu schwach aus, um Szamotulski ernstlich zu gefährden. Die beste und einzige Möglichkeit der Hausherren vor der Pause fand Salmutter nach Pass von Krammer in der 4. Minute vor, schoss aber den Ball aus zehn Metern über das Tor.
Nach Seitenwechsel gewann die Partie und beide Mannschaften (Sturm meist durch Konter) hatten ihre Chancen. In der 51. Minute verfehlte Filipovic allein vor Payer, aber aus spitzem Winkel das Rapid-Tor knapp. Akagündüz stürmte in der 52. Minute allein auf das Sturm-Gehäuse, sein "Haken" misslang aber völlig und für seinen Sturz über Szamotulski sah er sogar die gelbe Karte. Kavlak hatte mit einem knappen Fehlschuss Pech (58.), auf der Gegenseite traf der eingewechselte Nzuzi als schrägem Winkel nicht (60.). Ein vielversprechender Konter verlief durch einen zu ungenauen letzten Pass von Leitgeb im Sand (75.).
Der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Kincl (für Bazina) traf in der 77. Minute die rechte Stange, die Aktion war aber von Referee Drabek aus nicht ersichtlichen Gründen wegen eines vermeintlichen Foulspiels des Tschechen abgepfiffen worden. Dann vertändelte Akagündüz eine weitere gute Möglichkeit. Die letzte Chance hatte wieder Rapid, als Hlinka den Sturm-Keeper zu einer Parade zwang (92.).
Ried kann doch auswärts siegen
SV Ried hat mit einem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg beim FC Wacker Tirol ihre zuletzt nicht berauschende Auswärtsbilanz aufgebessert. Die Oberösterreicher siegten vor 6.100 Zuschauern am Tivoli neu dank des Goldtreffers von Kuljic in der 27. Minute und haben damit den ersten Sieg in der Fremde seit 26. November sowie überhaupt erst den 2. Sieg in Tirol im 16. Spiel gefeiert.
Die Rieder stellten sich von Beginn an als sehr unangenehmer Gegner für die Innsbrucker heraus. Die Tiroler waren in der ersten Viertelstunde zwar optisch überlegen, doch aus dem höheren Spielanteil wurden keine wirklichen Chancen herausgeholt. Zu stabil stand der Aufsteiger in der Abwehr und war zudem schnell im Konter.
Daher gingen die Gäste in der 27. Minute auch verdient in Führung: Kastner brach auf der linken Seite zwischen zwei Verteidigern durch, Feldhofer passte auf Kuljic einmal nicht auf und der Stürmer verwertete den Stanglpass Kastners zum 13. Saisontor ins gegnerische Gehäuse. Damit ist er Spitzenreiter der Torschützenliste.
Tirol konnte Rieder Führung nichts entgegensetzen
Während die Gäste nach der Führung souverän weiterspielten, waren die Hausherren sichtlich geschockt. Wacker scheiterte immer wieder an der gut postierten Abwehr, lediglich zwei Fernschüsse prüften Goalie Hans-Peter Berger in der ersten Hälfte. Dabac hatte dann in der 42. Minute noch eine große Chance zum 2:0 für den Tabellen-Dritten, als sein Schuss vom Sechzehner nur knapp am Tor vorbei ging.
Von der Tatsache, dass Tirol hinter der Admira die zweitbeste Frühjahrs-Mannschaft ist, war am Samstag auf dem Tivoli neu nicht sehr viel zu sehen. Nach drei Siegen und einem Remis setzte es für Wacker wieder einmal eine Niederlage, während die zuletzt auswärtsschwachen Rieder den ersten Sieg auf fremdem Boden seit dem 1:0-Erfolg in Pasching (26.11.) feierten.
Ried mit viel Glück in zweiter Halbzeit
Die zweiten 45 Minuten verliefen turbulenter, die Rieder setzten auf eine stabile Abwehr. Große Aufregung gab es in der 54. Minute, weil ein aufgesprungener Ball nach einer Tirol-Ecke angeblich hinter der Torlinie gewesen sein soll. Glück hatten die Oberösterreicher als die Innsbrucker durch Hölzl (59. knapp neben das Tor), Kolousek (61.) und Aigner (62./beide Male zeichnete sich Berger aus) drei Chancen en suite vorfanden.
Auf der Gegenseite scheiterten im Finish Wolf (88./allein vor Pavlovic über das Tor) und Dabac (89. mit einem Weitschuss) knapp. Brzeczek köpfelte in der Nachspielzeit noch an die Latte, doch zum Ausgleich für Tirol reichte es nicht mehr, der Sieg von Ried ging alles in allem in Ordnung.
Pasching klettert auf Platz drei
Pasching bleibt mit Dietmar Constantini in der Erfolgsspur, die Oberösterreicher gewannen gegen Mattersburg 2:0 (1:0). Die unter ihrem seit 7. März auf der Trainerbank sitzenden "Chef" weiter ungeschlagenen Paschinger kletterten dank eines Eigentores von Patocka (17.) und eines Freistoßtreffers von Kabat (70.) auf Platz drei. Im Duell mit dem punktgleichen Erzrivalen Ried spricht derzeit das Torverhältnis knapp für die Paschinger.
Die Mattersburger, die auf Grund des Admira-Remis gegen die Austria nur noch vier Punkte vor dem Abstiegsplatz liegen, präsentierten sich drei Tage vor dem Cup-Viertelfinal-Schlager am Dienstag zu Hause gegen Rapid ohne einige Stammkräfte in der Startformation. Kapitän Kühbauer (Oberschenkel-Verhärtung) war gar nicht nach Oberösterreich gereist, Borenitsch, Naumoski und Thomas Wagner saßen nur auf der Ersatzbank.
Pasching übte vom Anpfiff weg Druck aus, Chancen durch Pichlmann (3.) und Kabat (9.) kündigten die Führung an, die dann in der 17. Minute auch gelang. Nach einem Freistoß von Ketelaer von der rechten Seite herrschte im Burgenländer Strafraum Konfusion, Patocka lenkte dem Ball bedrängt von Pichlmann ab und Ersatz-Goalie Böcskör stellte sich alles andere als glücklich an.
Keine große Chance für Mattersburg
Nach der Führung flachte die Partie ab, Mattersburg übernahm zwar immer mehr das Kommando, kam aber zu keiner echten Großchance. Stattdessen entschied in der 70. Minute ein schöner Freißstoßtreffer des Ungarn Kabat aus 18 Metern das Spiel endgültig. Pasching hat damit drei der vier Saisonduelle mit der Lederer-Truppe gewonnen (2:0,2:1,2:0), einmal gab es ein Remis (0:0). Die Gesamtbilanz der Bundesligageschichte lautet: sechs Pasching-Siege, vier Remis und zwei Mattersburg-Erfolge.
(apa/red)
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