Meisterschaft wird wieder richtig spannend:
Rote Bullen jagen GAK mit 5:0 vom Platz
- Salzburg jetzt nur mehr zwei Punkte hinter Austria
- Je 2-mal Janko & Aufhauser plus Jezek schießen Tore
·4:4! Austria kommt mit Veilchen davon
Remis gegen Schlusslicht Admira. Sturm-Rapid 0:0
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Salzburg hat im Sonntagsspiel der 29. Bundesliga-Runde einen inferioren GAK 5:0 (4:0) "zerlegt". Die Red Bulls von Trainer Jara feierten durch Treffer von Janko (2), Aufhauser (2) und Jezek den höchsten Sieg der laufenden Liga (gemeinsam mit dem 5:0 von Pasching gegen die Admira im August) und verkürzten den Rückstand auf Leader Austria Wien auf zwei Punkte. Noch dazu haben die Mozartstädter nun das um einen Treffer bessere Torverhältnis als die Wiener.
Das Titelduell geht am kommenden Wochenende mit Auswärtsaufgaben weiter, die Austria trifft am Samstag auf den GAK, Salzburg ist am Sonntag in Mattersburg am Zug. Für den GAK war es die siebente Niederlage (Liga und Cup) in Folge und die höchste Pleite seit 16. September 2001. Damals verloren die Grazer in Innsbruck gegen Tirol 0:7, Schiri war damals wie am Sonntag übrigens Stuchlik.
Die Salzburger, die den höchsten Liga-Sieg seit der Saison 2003/04 feierten (zwei Mal 5:0 gegen Kärnten und Sturm Graz) feierten, machten vom Anpfiff weg klar, dass sie Richtung Heimsieg Nummer 13 marschieren wollen. Da auch der GAK von Ex-Salzburg-Coach Söndergaard offensiv eingestellt wurde, entwickelte sich eine rasante Anfangsphase. Innerhalb von 18 Minuten ging der ÖFB-Double-Gewinner 2004 dann aber schwer k.o., zwischen der 19. und der 37. Minute stellte Salzburg auf 4:0.
Nach hohem Schopp-Pass in den Strafraum setzte sich Janko gegen den ungewohnt zweikampfschwachen Routinier Ehmann durch und bezwang Schranz mit einem (haltbaren) Schuss ins kurze Eck (19.). Der GAK, bei dem Söndergaard Leute wie Pötscher, Muratovic, Amerhauser oder Hieblinger auf der Bank schmoren ließ, zerfiel daraufhin in seine Einzelteile, bei den Hausherren ging hingegen einfach alles.
Die Treffer zum 2:0 und 3:0 fielen nach dem selben Schema. In der 26. Minute verwertete Ex-GAK-Leistungsträger Aufhauser einen Jezek-Corner von der rechten Seite per Kopf, sieben Minuten später war Aufhauser nach einem Eckball von Jezek von der linken Seite wieder per Kopf zur Stelle. Bei Ehmann, Schrott, Sonnleitner und Co. war in diesen Situationen von einer Defensivzuordnung nichts zu sehen. Für Aufhauser, der nur auf Grund der Ivanschitz-Sperre in die Stammformation zurückkehrte, war es ein deutliches Zeichen Richtung Coach Jara.
Dann kam bei den völlig überforderten "Roten" auch noch Pech dazu: Ehmann schoss Aufhauser an, Janko knallte das Leder von der Strafraumgrenze unhaltbar unter die Latte (37.). Vor den Augen des neuen GAK-Generalmanagers Svetits ("Wir werden sicher neue Kräfte brauchen") vergrub Söndergaard sein Gesicht in seinen Händen, der Däne konnte scheinbar nicht mehr zusehen.
Doch Söndergaard standen zu diesem Zeitpunkt noch 53 Spielminuten und ein weiteres Gegentor bevor. Das 5:0 fiel in der 53. Minute, eine Freistoß-Flanke von Jezek von der rechten Seite wurde von Freund und Feind verfehlt, der Ball senkte sich unhaltbar für Schranz ins lange Eck. Bei einem Super-Freistoß von Jezek verhinderte die rechte Stange das 6:0 (59.), bei einer dicken GAK-Chance durch Schenk hatte Goalie Manninger kein Mitleid und parierte (61.).
Die Salzburg-Fans sangen "Wir werden Meister" und ließen "La Ola" durchs Stadion gehen. Der Rest des Spiels war für Salzburg nur noch wettbewerbsmäßiges Auslaufen, der GAK lief dem Ehrentreffer hingegen vergeblich hinterher. Das i-Tüpfelchen verpasste der Salzburger Sturmtank Zickler, der in der 89. Minute knapp am langen Eck vorbeischoss. Für den GAK war es in der laufenden Saison schon das zweite 0:5, das erste hatte es im September im UEFA-Cup auswärts gegen Straßburg gegeben.
(apa/red)
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