Freitag, 31. März 2006

Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Peter Svetits wird neuer GAK-Generalmanager

  • Soll Grazer Verein wieder an die Spitze führen
  • Präsident Sükar stärkt Söndergaard den Rücken

Es war eine kleine Bombe, die am Freitagvormittag in Graz geplatzt ist. Peter Svetits kehrt per sofort als neuer Generalmanager zum Fußball-Bundesligisten GAK zurück. Das gab Vereinspräsident Harald Sükar in einer Pressekonferenz bekannt. Svetits hatte die Grazer 2001 nach sieben Jahren auf Grund von Differenzen mit dem damaligen Vorstand in Richtung des Magna-Konzerns von Frank Stronach verlassen, der den Manager in weiterer Folge zum Sportdirektor bei der Austria machte.

Differenzen gebe es mit der neuen GAK-Führung in keiner Weise. Svetits tritt sein Amt mit dem Auftrag an, die Grazer im Rahmen des finanziellen Möglichen wieder an die Spitze zu führen. Der GAK, der unter Trainer Lars Söndergaard zuletzt fünf Ligaspiele in Folge verloren hatte, soll laut Sükar "von Grund auf erneuert" werden.

Der GAK-Präsident betonte allerdings, dass die Verpflichtung eines hauptamtlichen Generalmanagers von langer Hand geplant gewesen sei und in keinem Zusammenhang mit der aktuellen Negativserie steht. Sükar sprach dem Dänen Söndergaard, der erst im Jänner Walter Schachner nachgefolgt war, erneut das Vertrauen aus. Svetits, der sich im Mai 2003 von der Austria beurlauben hatte lassen, weil ihm Günter Kronsteiner als gleichberechtigter Partner zur Seite gestellt worden war, solle lediglich eine "Arbeitsentlastung" darstellen.

Der neue Starke Mann beim GAK plant in den acht ausständigen Bundesliga-Runden eine genaue Bestandsaufnahme, ehe er sich zu sicher scheinenden Kader-Veränderungen äußert. "Wir werden auf alle Fälle versuchen, Qualität zu verpflichten und ein sportlich gutes Team zusammenzustellen", meinte Svetits, der auch der Jugend eine Chance geben will, sich weiter zu integrieren.

"Er hat immerhin Leute wie Rene Aufhauser, Mario Tokic, Mario Bazina und Emanuel Pogatetz verpflichtet", betonte Sükar die erfolgreichen Transfers, für die Svetits in seiner ersten GAK-Amtszeit verantwortlich gezeichnet hatte. "Das waren gute Aktien, die man um viel Geld weitergegeben hat." Geld, das der Double-Gewinner von 2004 auf seinem Weg zurück an die österreichische Spitze, gut gebrauchen könnte.

Der Generalmanager solle vor allem seine guten internationalen Kontakte spielen lassen. "Wir sind nicht einmal von einem internationalen Startplatz allzu weit weg", beruhigte Svetits, der sich mit dem ehemaligen GAK-Präsidenten Rudi Roth überworfen hatte. Roth hatte den Ex-Manager unter anderem bezichtigt, dem GAK einen Schuldenberg hinterlassen zu haben. Unter Nachfolger Sükar stand zuletzt die finanzielle Konsolidierung im Vordergrund.

(apa)

31.3.2006 10:36