Freitag, 31. März 2006

Doping-Affäre: Mayer-Klagen gegen
IOC-Präsident und WADA-Chef eingebracht

  • Wegen Ehrenbeleidigung und Rufschädigung

Ex-ÖSV-Trainer Walter Mayer hat durch seinen Anwalt Herwig Hasslacher am Freitag die angekündigten Klagen gegen den IOC-Präsidenten Jacques Rogge (BEL) und den WADA-Vorsitzenden Richard Pound (CAN) einbringen lassen. Den Chefs des Internationalen Olympischen Comites (IOC) bzw. der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wird wegen deren Äußerungen in Zusammenhang mit den Ermittlungen der italienischen Behörden gegen Mayer ("Für mich ist Walter Mayer der Mann, der Doping organisiert", Rogge) üble Nachrede und Ehrenbeleidigung vorgeworfen.

"Beide Klagen sind fristgerecht beim Landesgericht für Strafsachen in Wien eingetroffen", erklärte der Villacher Rechtsanwalt Hasslacher auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur. Das Gericht wird die Klagen den Betroffenen zustellen und Termine für die Verhandlungen ansetzen. Laut Hasslacher drohen für die den Herren Rogge bzw. Pound vorgeworfenen Delikte Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder Geldstrafen bis zu 360 Tagsätzen.

Für die Einbringung einer zivilrechtlichen Klage auf Schadenersatz, die laut Hasslacher gegen Rogge bzw. Pound ebenfalls vorgesehen ist, steht noch genügend Zeit zur Verfügung. Die Frist für die am Freitag vorgelegten Klagen - sechs Wochen ab Bekanntwerden der Tatbestände - wäre hingegen in der kommenden Woche abgelaufen.

(apa)

31.3.2006 13:46