Freitag, 31. März 2006

Wettskandal in Deutschland: Münchner Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

  • Keine Beweise für Spielmanipulationen gefunden

Zwei Wochen nach den öffentlichen Anschuldigungen gegen drei Münchner Fußball-Profis im angeblichen, jüngsten Wettskandal im deutschen Fußball hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt und damit die Vorwürfe entkräftet. Laut Oberstaatsanwalt Anton Winkler "konnten keine relevanten Erkenntnisse für eine strafrechtliche Verfolgung gewonnen werden. Dies gilt insbesondere auch für Wetten von Spielern auf vereinseigene Spiele".

Wie die Staatsanwaltschaft München I am Freitag mitteilte, hat sie ihre Informationsauswertungen bezüglich möglicher Fußball-Wettmanipulationen abgeschlossen. Die Ermittlungen wurden "insoweit eingestellt".

Die Münchner Fußball-Clubs FC Bayern und TSV 1860 zeigten sich nicht überrascht. "Das ist genau das, was wir von Anfang an erwartet haben", erklärte Bayern-Sprecher Markus Hörwick. "Davon sind wir ausgegangen", sagte auch 1860-Sprecher Robert Hettich. Die Schadensersatzsprüche der drei Spieler bleiben nach Angaben der beiden ebenso bestehen wie das Hausverbot auf dem Vereinsgelände der beiden Klubs gegen Mitarbeiter der "Münchner Tageszeitung".

Zwar sind damit die öffentlichen und nicht belegten Vorwürfe gegen die Profis vom Tisch, doch völlig abgeschlossen ist der Fall offenbar noch nicht. Laut Staatsanwaltschaft haben die Auswertungen Anhaltspunkte ergeben, dass in illegalen Wettbüros Wetten abgeschlossen wurden. Im Rahmen der Untersuchungen waren mehrere Objekte in München und Nürnberg durchsucht worden.

(apa)

31.3.2006 12:12