Nach Wahl in Ukraine: Präsident Viktor Juschtschenko fordert Neuauszählung
- 3%-Hürde nicht geschafft: Kleine Parteien mit Antrag
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Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat am Samstag eine Neuauszählung der Stimmen zur Parlamentswahl gefordert. In einem Schreiben an Wahlkommissionsleiter Jaroslaw Dawydowytsch hieß es, Juschentschenko empfehle ihm, sehr ernsthaft über den Antrag der vier kleineren Parteien nachzudenken, die es nicht über die Drei-Prozent-Hürde und damit ins Parlament geschafft haben.
Die kleineren Parteien hatten erklärt, die viertägige Verzögerung bei der Veröffentlichung des Endergebnisse lasse Befürchtungen aufkommen, dass es zu Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Stimmen gekommen sei. Fünf Parteien sind dem vorläufigen Endergebnis zufolge im Parlament vertreten. Stärkste Kraft wurde die Partei der Regionen des prorussischen Oppositionsführers Viktor Janukowitsch mit 32,1 Prozent. Der Block der im vergangenen Jahr von Juschtschenko als Ministerpräsidentin entlassenen Tymoschenko liegt mit 22,3 Prozent an zweiter Stelle vor der Partei Unsere Ukraine von Juschtschenko mit 13,9 Prozent. Auch die Sozialisten und die Kommunisten übersprangen mit 5,7 beziehungsweise 3,7 Prozent die Drei-Prozent-Hürde. (apa)
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