Nowotny soll mit Rücktritt gedroht haben: BAWAG-Generaldirektor wollte abspringen
- ÖGB-Spitze war vor Sitzung im Finanzministerium
- Druck führte zum überraschenden Verkaufsbeschluss
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Die Spekulationen verdichten sich, wonach es massiven Druck auf den Eigentümer der BAWAG, den Gewerkschaftsbund, gegeben haben soll. Dieser Druck habe zur eiligen Einberufung von ÖGB-Sitzungen und so zum überraschenden Bank-Verkaufsbeschluss geführt. Auch prominente Rücktritte standen im Raum.
Die interimistische Gewerkschaftsspitze soll zu Finanzminister Karl Heinz Grasser gerufen worden sein, um über notwendige neue Unterstützungen für die Gewerkschaftsbank in Kenntnis gesetzt zu werden. Dem Vernehmen nach sollen neue Garantien des ÖGB verlangt worden bzw. vor allem der Bedarf an frischen Kapitalmaßnahmen zur Sprache gekommen sein.
Im Lauf des Tages dürften sich, wie es heißt, die Gewerkschafter vom langjährigen Gedanken verabschiedet haben, von der BAWAG ständig nur hohe Dividenden beziehen zu können. Angesichts der knappen Finanzen der Gewerkschaft wurde die Debatte um neue Beiträge zur finanziellen Stärkung der Bank in den Gewerkschaftsgremien schließlich hitzig. Demnach hat es Austrittsdrohungen und auch weitere Rücktrittsdrohungen gegeben.
Unter anderem habe der erst mit 1. Jänner 2006 als Sanierer an die BAWAG-Spitze geholte Generaldirektor Ewald Nowotny seinen Erläuterungen gegenüber den Eigentümern entsprechend Nachdruck verliehen. Auch er soll argumentiert haben, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, falls notwendige Maßnahmen unterblieben.
(apa/red)
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