BAWAG-Skandal erschüttert ÖGB und Österreich: 44% für weitere Konsequenzen
- Nur vier Prozent planen Austritt aus Gewerkschaft
- Keine klaren Präferenzen für neuen ÖGB-Chef
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44 Prozent der Österreicher verlangen in der BAWAG-Affäre nach den Rücktritten von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch und ÖGB-Finanzreferent Günter Weninger weitere Konsequenzen. 24 Prozent halten die gezogenen Konsequenzen für ausreichend, zeigt eine OGM-Umfrage für den ORF-"Report".
Ein gleiches Bild zeigt sich bei ÖGB-Mitgliedern und SP-Anhängern. Gefordert werden vor allem Konsequenzen in Richtung Verantwortung des Managements.
Keine Austrittswelle zu befürchten
Eine Austrittswelle ist indes nicht zu befürchten. Nur vier Prozent der befragten Mitglieder wollen ihre Mitgliedschaft kündigen, 88 Prozent wollen weiter ÖGB-Mitglieder bleiben. Ein ausgeglichenes Bild zeigt sich bei der Frage, ob der ÖGB die BAWAG weiter behalten soll. 31 Prozent sind dafür, 29 Prozent sind dagegen und 40 Prozent haben dazu keine Meinung.
Keine Präferenzen für neuen ÖGB-Boss
Über den Nachfolger von Verzetnitsch gibt es keine klaren Präferenzen in der Bevölkerung. Rudolf Nürnberger, Wilhelm Haberzettl, Rudolf Hundstorfer, Franz Bittner und Wolfgang Katzian liegen mit Meinungen zwischen 6 und 9 Prozent vorne, mehr als die Hälfte der Österreicher hat bei dieser Frage keine klaren Vorstellungen. Innerhalb der ÖGB-Mitglieder liegen Nürnberger und Haberzettl etwas deutlicher voran, während Bittner und Katzian auch von Nicht-Mitgliedern bzw. auch aus anderen politischen Lagern Zustimmung erhalten.
Für die Umfrage wurden 500 Österreicher ab 18 Jahren in Telefoninterviews befragt. Die Schwankungsbreite der Umfrage beträgt 4,5 Prozent. (apa/red)
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