Kunden laufen BAWAG davon: Verstärkte Nachfrage bei anderen Banken verzeichnet
- 140.000 Euro im Plastiksackerl "transferiert"
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Im Gefolge der Affäre um die Gewerkschaftsbank BAWAG ziehen offenbar manche Kunden ihre Einlagen ab, um sie in anderen Instituten wieder anzulegen. Das kann bisweilen kuriose Ausmaße annehmen: "Ein Kunde hat heute ein Plastiksackerl gebracht mit 140.000 Euro in bar darin", berichtet etwa die Mitarbeiterin einer heimischen Großbank.
Augenzeugen beobachteten Menschen, die BAWAG-Filialen mit Geldkuverts und Geldrollen verlassen hätten. Heimische Institute hätten heute eine "merkliche Nachfrage" nach Konto-Neugründungen verzeichnet, heißt es. "Viele gehen mit der großen Tasche in die Bank (gemeint ist die BAWAG; Anm.), viele kommen mit Geldkuverts und Geldrollen wieder heraus", hieß es auch heute, Montag, Mittag im ORF-Radio.
Beobachter warnen allerdings auch vor möglicherweise überzogenen Darstellungen. "Ich sehe keinen Grund, warum jemand genau jetzt wechseln sollte", sagte eine mit der heimischen Bankenszene gut vertraute Person zur APA. Mit dem Auffliegen der Refco-Affäre im Herbst des Vorjahres habe es allenfalls einen Grund dazu gegeben. Denn "wer jetzt noch bei der BAWAG ist, ist ein treuer Kunde". Die Geldflüsse seien noch nicht so stark wie seinerzeit bei Refco. Allerdings gebe es seit Freitag verstärkte Kundennachfrage nach Produkten oder auch Zinssätzen. (apa/red)
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