Wien wieder um einen Klub reicher: Szene- lokal "Fluc" präsentierte neue Location!
- Erster Container-Bauteil wird am 1. April eröffnet
- Unterliegende Passage wird bis Herbst umgebaut
Im vergangenen Jahr musste das Wiener Szene- und Musiklokal "Fluc" seinen Standort im Bahnhof Wien Nord wegen der dortigen Bauarbeiten verlassen. Die Betreiber präsentierten nun den ersten Bauteil des neuen "Fluc_2" am Praterstern. Bis zum Herbst soll auch der zweite Teil der Veranstaltungslocation fertig gestellt sein: Unterhalb des "Fluc_2" wird eine ehemalige Passage zum Konzertraum umgebaut.
Der Neubau präsentiert sich als Ansammlung von 14 Containern mit provisorischem Charakter, auf die Architekt Klaus Stattmann eine übergreifende Dachlandschaft aus Sperrholz gesetzt hat. Stattmann sprach von "performativer Architektur", die während ihres Gebrauchs beständig weiter entwickelt werde. "Zur Eröffnung wird es nicht mehr tropfen", versprach er in Anspielung auf die derzeit noch undichten Stellen im Dach. Am Samstag soll der Bauteil mit einer DJ-Nacht eröffnet werden.
Noch bis Herbst dauern werden hingegen die Arbeiten an der unterhalb des Baus liegenden Passage. Die einstige Verbindung zwischen Bahnhof und Gabor-Steiner-Weg soll unter dem Titel "Fluc_Wanne" als Konzertraum dienen. Hier träumt Architekt Stattmann von einer Hebebühne, mit deren Hilfe auftretende Bands aus luftigen Höhen auf die Zuschauerebene hernieder schweben. Gedacht ist auch an ein großes Panoramafenster zum dahinter liegenden Riesenrad.
Integriert in das Konzept wird auch eine stillgelegte öffentliche WC-Anlage. Sie soll in Zukunft nicht der Beseitigung, sondern der Aufnahme von Flüssigkeit dienen und wird in eine Bar umgewandelt.
Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) freute sich am Freitag nicht nur wegen seiner "persönlichen Affinität" zu Clubs mit elektronischer Musik über das neue "Fluc_2". Es sei auch für die Kulturstadt Wien wichtig.
Im alten "Fluc" (die Abkürzung steht für "Fluctuated Rooms") und in der später hinzugekommenen "Fluc Mensa" fanden zwischen Mai 2002 und Anfang 2005 rund 250 Konzerte und verschiedenste künstlerische Darbietungen statt. Den Betreibern der offenen und interdisziplinären Interaktionsplattform "Fluc" war der damalige Standort bewusst als Provisorium lediglich bis zur Neugestaltung des Bahnhofs Wien-Nord überlassen worden. (apa)
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