Stenzel verbietet Events und Spektakel: Respektzone rund um Stephansdom geplant!
- In Zukunft nur mehr kirchliche Aktivitäten erlaubt
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Der Wiener Stephansdom erhält eine "Respektzone". Das bedeutet, dass der Stephansplatz in Zukunft nur mehr als Veranstaltungsort für kirchliche Zwecke dienen wird. Andere Events sind nicht mehr erlaubt. Das hat Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (V) mitgeteilt. Logischerweise wären auch Events wie der Silvesterpfad von einer solchen Zone betroffen.
Die Entscheidung über die künftige Nutzung des Stephansplatzes fiel demnach im Rahmen eines Treffens, an dem Vertreter der Erzdiözese Wien, der Caritas, des Vereines "Rettet den Stephansdom" und des Bezirkes teilgenommen haben. Veranstaltungen oder Werbeaktivitäten, die nicht unmittelbar kirchlich sind, sollen in Zukunft "aus Achtung vor dem spirituellen Zentrum Wiens" an anderen Plätzen stattfinden, hieß es in einer Aussendung.
"Die neue Zone der Besinnlichkeit (Respektzone) rund um den Stephansdom wird die Einmaligkeit dieses Raumes besonders hervorheben und die Schönheit des Domes noch mehr unterstreichen, weil optische und akustischen Ablenkungen reduziert werden sollen", zeigte sich Stenzel überzeugt.
In den vergangenen Jahren sei der Platz immer mehr zu einem Spektakel- und Eventplatz in der City geworden. Die religiös-spirituelle Komponente sei dabei sehr oft in den Hintergrund geraten: "Ein derart herrliches Bauwerk wie der Stephansdom braucht Freiraum, damit er voll zur Geltung kommt. Ob in Rom, Berlin, Paris oder London - überall sind die spirituellen Zentren der Stadt frei von nicht-kirchlichen Aktionen. Darüber freuen sich Bewohner gleichermaßen wie Touristen und Gäste."
Die Zahl der Befürworter einer solchen Respektzone sei auch bei den Veranstaltern groß, versicherte Stenzel. So würden etwa die Organisatoren des Weltmilchtag-Events mit gutem Beispiel vorangehen: Die für heuer schon fix am Stephansplatz geplante Veranstaltung wird demnach an einem anderen Ort durchgeführt.
Sogar der Verein "Rettet den Stephansdom" wird laut Stenzel seine Spenden-Aktivitäten nicht mehr am Stephansplatz durchführen. Als Alternativ-Standorte dafür wurden unmittelbar benachbarten Bereiche wie Stock-im-Eisen-Platz bzw. die Fläche vor dem Haas-Haus am Graben genannt. (apa/red)
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