Beschränkter Uni-Zugang: 2.200 Bewerber kämpfen um 400 Innsbrucker Medizin-Plätze
- Knapp 60 Prozent der Kandidaten aus Deutschland
- Auswahltest an Unis Wien und Innsbruck am 7. Juli
·3.416 Bewerber für nur 740 Studienplätze
Anmeldung für Aufnahme
an Medizin-Uni zu Ende
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Übersicht über alle Studienrichtungen
Exakt 2.182 Interessenten werden am 7. Juli bei einem Eignungstest um die 400 zur Verfügung stehenden Studienplätze an der Medizin-Universität Innsbruck rittern. Davon haben 1.272 (58 Prozent) ein deutsches, 710 (33 Prozent) ein österreichisches, 157 (sieben Prozent) ein Südtiroler und 43 Personen (zwei Prozent) ein Reifeprüfungszeugnis aus einem anderen Staat. Von den 2.182 Kandidaten haben sich 1.932 für die 360 Studienplätze in Humanmedizin persönlich angemeldet, 250 für die 40 Plätze in Zahnmedizin.
An der Medizin-Uni Wien, die ihre Studienplätze über den gleichen Eignungstest vergibt, lief die Anmeldefrist bereits in der Vorwoche ab: Dort bewarben sich 3.416 Interessenten um 740 Plätze (2.979 für 660 Plätze in Humanmedizin, 437 für 80 in der Zahnmedizin). Damit kämpfen insgesamt rund 5.600 Personen um die in Wien und Innsbruck vorhandenen 1.140 Medizin-Studienplätze.
Bei der verpflichtenden Voranmeldung im Internet hatten sich noch rund 2.600 Personen für ein Medizin-Studium in Innsbruck interessiert. Der Einladung für eine persönliche Anmeldung folgten dann 2.182. Diese müssen sich nun für den aus der Schweiz importierten Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) am 7. Juli vorbereiten, der heuer erstmals durchgeführt wird. Bei dem Verfahren handelt es sich um keine Aufnahmeprüfung, bei der Wissen abgefragt wird, sondern um einen Test, bei dem die Eignung für ein Medizinstudium und den späteren Arztberuf ermittelt wird. Die Test-Ergebnisse werden Ende Juli vorliegen.
Wintersemester bringt Quotenregelung
Ab dem kommenden Studienjahr gilt eine Quotenregelung für das Medizin-Studium: 75 Prozent der Studienplätze sind für Bewerber mit österreichischer Matura reserviert, 20 Prozent für Interessenten mit Reifezeugnis aus einem anderen EU-Land und fünf Prozent für Bewerber mit Reifezeugnis aus Nicht-EU-Staaten. Südtiroler, Liechtensteiner und Luxemburger gelten dabei als Österreicher.
Ein anderes System der Studienplatz-Vergabe hat die Medizin-Uni Graz gewählt: Sie setzt bei ihrem Zulassungsverfahren für das Wintersemester 2006/07 auf einen am 1. September stattfindenden Wissenstest vor allem über die Grundlagenfächer Chemie, Physik, Biologie und Mathematik. Für diesen muss man sich allerdings am 7. Juli in Graz persönlich anmelden - da am gleichen Tag in Wien und Innsbruck der EMS über die Bühne geht, werden damit Doppelanmeldungen für beide Zulassungssysteme verhindert. (apa)
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