Microsoft plant jetzt den "iPod-Killer": Mobile Konsole für Spiele, Musik und Videos
- Bestätigung vom US-Konzern steht aber noch aus
- PC-Riese bestritt bisher entsprechende Ambitionen

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Microsoft will nach einem Pressebericht Sony und Apple auf dem Markt für mobile Unterhaltungsgeräte angreifen. Der Softwarekonzern habe bereits führende Manager aus seinem Xbox-Team für das neue Projekt abgezogen, berichtet die "San Jose Mercury News" in ihrer Online-Ausgabe. Eine Bestätigung von Seiten Microsofts liegt bisher nicht vor. In den vergangenen Tagen hatte es bereits immer wieder Gerüchte gegeben, der Softwarekonzern arbeite gemeinsam mit dem Chiphersteller Transmeta an einem neuen "Geheimprojekt".
Die neue mobile "Konsole" soll Spiele, Musik und Videos abspielen, schreibt die größte Zeitung des Silicon Valley unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Personen. Das neue Produkt würde direkt mit Sonys PSP, Nintendos Spielekonsolen und Apples iPod konkurrieren. Bisher hatte Microsoft stets bestritten, Ambitionen im Markt der mobilen Spielekonsolen zu verfolgen. Im Jänner hatte Xbox-Vice President Peter Moore in einem Interview der "Business Week" entsprechende Gerüchte zwar nicht bestätigt. "Aber es würde nicht einfach unsere Version eines iPods werden", sagte Moore.
Manager aus Xbox 360-Team beteiligt
An dem neuen Projekt sollen bereits hochrangige Manager aus dem Team der Xbox 360 beteiligt sein, darunter Entwicklungsleiter J Allard, Systemdesigner Greg Gibson und Xbox-Finanzchef Bryan Lee. Xbox-Chef ("Xboss") Robbie Bach soll das Team leiten. Die hochkarätige Besetzung des Teams zeige deutlich, wie ernst es Microsoft ist, mit Sonys PSP, Apples iPod und Nintendos Konsole Nintendo DS aufzuschließen, schreibt die Zeitung.
Chiperzeuger stellt 30 Mitarbeiter zur Verfügung
Auch Transmeta, Hersteller von besonders stromsparenden Microprozessoren, bestätigte keine Details. "Jeder spekuliert gerade", sagte Lauren Stein, eine Sprecherin des Unternehmens. "Transmeta hat zu diesem Zeitpunkt nichts zu berichten." Der Chiphersteller hatte bereits vergangene Woche bestätigt, 30 seiner Entwickler Microsoft für ein nicht näher benanntes Projekt zur Verfügung zu stellen. (APA/red)
