Donnerstag, 23. März 2006

Konflikt zwischen G14 & FIFA spitzt sich zu:
Präsident Blatter spricht von "Weltkrieg"

  • Europas Top-Klubs unterstützen Klage von Charleroi
  • Belgischer Klub fordert 616.000 Euro Entschädigung

Mit einer martialischen Drohung hat FIFA-Präsident Joseph Blatter im Konflikt mit der "G14" reagiert. "Wenn sie einen Weltkrieg wollen, können sie ihn haben", sagte der Schweizer auf einer Pressekonferenz in Tunis. Anlass der erneuten Verbal-Attacke Blatters ist die Unterstützung einer Klage des belgischen Vereins Charleroi gegen die FIFA durch die Gruppe der stärksten europäischen Klubs (u.a. Real Madrid, FC Barcelona, Bayern München, Manchester United).

Charleroi fordert vom Weltverband 616.000 Euro Entschädigung, weil sich sein marokkanischer Mittelfeldspieler Abdelmajid Oulmers bei einem Länderspiel gegen Burkina Faso im November 2004 schwer verletzt hatte. Die "G14" selbst fordert vom Weltverband rückwirkend für in den vergangenen zehn Jahren durch Abstellung von Nationalspielern entstandene Schäden 860 Millionen Euro.

"Es ist gut, Resolutionen zu verabschieden. Wir müssen aber auch über Sanktionen sprechen. Wenn sich ein G14-Klub weigert, Nationalspieler abzustellen, sollte er zukünftig für alle internationalen Klubwettbewerbe gesperrt sein", erklärte Blatter. Man habe zwar bereits informelle Gespräche mit der "G14" geführt, meinte der Weltverbands-Chef. "Aber wie kann man zu einer einvernehmlichen Lösung kommen, wenn eine der zwei Parteien die andere verklagt?" (apa/red)

23.3.2006 15:31