Schluss mit Wettbremsen: Startnummern bei Abfahrtsläufen werden neu vergeben
- FIS uneins: Vier mögliche Szenarien stehen im Raum
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Das so genannte "Qualifying" bei Ski-Weltcup-Abfahrtsläufen wird abgeschafft. Die neue Methode zur Startnummernermittlung wird beim FIS-Kongress im Mai in Portugal beschlossen, wobei es einige mögliche Szenarien gibt. In den vier vergangenen Saisonen waren die Rennläufer in gestürzter Reihefolge des Abschlusstrainings gestartet, weshalb es häufig zu einem "Wettbremsen" im Training gekommen war.
"Die Interessen sind sehr unterschiedlich", weiß ÖSV-Alpinchef Hans Pum um die Problematik der Verhandlungen. Denn das Thema ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr war das Startnummerntraining auf dem FIS-Kongress gekippt, mangels Einigung auf ein neues System aber letztlich doch beibehalten worden.
Gegen die damals beschlossene Regelung, in den Abfahrten wie im Super G nach gestürzter Weltranglistenplatzierung zu starten, hatte sich massiver Widerstand bei Verbänden und Fahrern geregt. Die Besten, so das Argument, sollten nicht mit schlechten Nummern "bestraft" werden.
Die Olympischen Spiele in Turin haben jedenfalls dem Ski-Weltverband, der die Spannung bei Abfahrten möglichst lange aufrecht erhalten will, in die Hände gespielt. Antoine Deneriaz, der sich am "Wettbremsen" der Stars nicht beteiligt hatte, war nach Bestzeit im Abschlusstraining auch zur Goldmedaille gefahren.
(apa/red)
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