Totale Sonnenfinsternis: Hunderttausende bewunderten das seltene Naturschauspiel
- Die nächste Sonnenfinsternis gibt es erst 2008
- Trotz Schlechtwetter sah man Spektakel auch bei uns
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Von Brasilien bis zur Mongolei haben hunderttausende Menschen gespannt das seltene Schauspiel einer totalen Sonnenfinsternis verfolgt. Zunächst verdunkelte der Schatten des Mondes die Sonne in Brasilien, gegen Mittag hielt das Spektakel die Menschen in Westafrika in Atem. In Österreich verdunkelte sich die Sonne nur teilweise. In Wien war das Spektaktel trotzt Schlechtwetter sichtbar.
In der ghanaischen Hauptstadt Accra brachen die Zuschauer in Jubel aus und applaudierten, als die Sonne sich verdunkelte. Die Gesundheitsbehörden in Ghana und Togo warnten die Bevölkerung in Rundfunk und Fernsehen vor den Gefahren der Sonnenfinsternis. Sie riefen dazu auf, Schutzbrillen zu tragen und baten die Menschen auf dem Land, die keine Brillen hatten, in ihren Häusern zu bleiben.
Zehntausende Touristen fanden sich an der türkischen Mittelmeerküste ein, um das Naturschauspiel zu verfolgen. In Side bauten die Astronomen der US-Weltraumbehörde NASA ihre Teleskope auf, um die Finsternis live übertragen zu können. Allein auf der kleinen griechischen Insel Kastellorizon verfolgten rund 3.000 Besucher die totale Sonnenfinsternis.
Die totale Sonnenfinsternis begann im Osten Brasiliens. Dann raste der so genannte Kernschatten über den Atlantik und traf in Afrika in Ghana wieder auf festes Land. Über Nigeria und Niger war der Kurs weiter Richtung Ägypten und Türkei, bevor der Schatten weiter zum Schwarzen Meer, nach Georgien, Russland, Kasachstan und zur Grenze der Mongolei wandern sollte. Die nächste Sonnenfinsternis gibt es am 1. August 2008. Sie wird dann nur in der Arktis, in Sibirien und der Wüste Gobi zu sehen sein. (apa/red)
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