Aufregung in Rom: Ex-Minister Calderoli will Libido hemmende Pillen für Immigranten
- Politiker schwächt ab: "Nur für Singles gedacht"
- 49-Jähriger wollte schon Sextäter kastrieren lassen
Der ehemalige italienische Reformminister, Roberto Calderoli, Spitzenpolitiker der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord, sorgt erneut für Aufsehen. Der Politiker schlug die Verteilung von Libido hemmenden Pillen für Immigranten vor, die Singles oder ohne Frau in Italien eingewandert sind.
"In Italien sind die Immigranten für viele sexuelle Vergehen verantwortlich, weil sie oft in einem Alter sind, in dem die Hormonproduktion sehr stark ist. Sie leben hier ohne Frauen und die Prostituierten lehnen sie ab", sagte Calderoli.
Der Ex-Reformminister forderte eine Einschränkung der Einwanderungsgenehmigungen in Italien. Wer die Genehmigung erhalte, solle sich jedoch mit seiner Familie niederlassen können.
Der 49-jährige Calderoli hatte in den vergangenen Monaten mit seinem Vorschlag der chemischen Kastration für Sextäter für Aufsehen gesorgt. Zudem hatte er auch die chemische Kastration für Pädophile verlangt. Er halte diesen Eingriff für geeignet, "denn obwohl er reversibel ist, versetzt er diese Bestien immerhin in einen Zustand, in dem sie keinen Schaden mehr anrichten können", so Calderoli. Bei Sexualdelikten heiße die Parole ab sofort: "Null Toleranz".
Rücktritt nach Präsentation von Mohammed-Shirt
Calderoli macht seit Wochen Schlagzeilen. Am 18. Februar trat er vom Posten des Reformenministers zurück, nachdem sein TV-Auftritt in einem T-Shirt mit einer Mohammed-Karikatur einen gewaltsamen Protest Tausender gegen das italienische Konsulat in der libyschen Küstenstadt Bengasi hervorgerufen hatte. Bei den Demonstrationen starben rund zehn Personen. Dies führte außerdem zur Suspendierung von Libyens Innenminister Nasr al Mabruk. (apa/red)
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