Verkehr wird stocken: Streikaufrufe bei Air France, SNCF und im Pariser Nahverkehr
- Protest gegen Villepins Arbeitsmarktreform am 28. 3.
- Lehrer, Post und öffentlicher Dienst schließen sich an
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Zusätzlich zu den geplanten Protesten gegen die Einschränkung des Kündigungsschutzes in Frankreich zeichnen sich starke Verkehrsbehinderungen ab: Gewerkschaften kündigten an, unter anderem die Fluggesellschaft Air France, die Staatsbahn SNCF sowie die Pariser Verkehrsbetriebe RATP bestreiken zu wollen. Nach den Massenkundgebungen vom vergangenen Samstag hatten die Dachgewerkschaften einen nationalen Protesttag ausgerufen, um die bürgerliche Regierung zur Rücknahme ihrer Arbeitsmarktreform zu bringen.
Acht verschiedene Beschäftigtenvertretungen riefen Boden- und fliegendes Personal von Air France auf, ihre Arbeit am 28. März ruhen zu lassen und stattdessen zu demonstrieren. Die Streiks sollten "zwischen drei Stunden und 20 Minuten und 24 Stunden" dauern. Bei der französischen Bahn kündigten sechs Gewerkschaften Streiks an. SNCF-Chef Louis Gallois sagte im Privatradio BFM, sein Unternehmen werde nicht auf den umstrittenen Erstanstellungsvertrag zurückgreifen, der bei jungen Jobeinsteigern zwei Jahre lang unbegründete Kündigungen erlaubt. Streikaufrufe gab es auch von zunächst vier der fünf größten Gewerkschaften bei der RATP.
Gegen den von Premierminister Dominique de Villepin erdachten Erstanstellungsvertrag wollen auch Lehrer, Mitarbeiter von Post und Finanzverwaltung sowie weitere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes streiken. Aufrufe zu Arbeitsniederlegungen gab es bisher zudem beim Energiekonzern Total, in der Metallindustrie und bei mehreren Medien. (apa)
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