Parteispenden-Affäre geht weiter: Britische
Labourpartei nennt Namen von Geldgebern
- Wohlhabender Unternehmer ist jetzt Staatssekretär
- Premier Blair von Zeitung zum Rücktritt aufgefordert
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Unter dem wachsenden Druck der öffentlichen Kritik hat die britische Labourpartei am Montag die Namen von zwölf Geldgebern veröffentlicht, die der Regierungspartei in den vergangenen Jahren heimlich Kredite in Höhe von insgesamt knapp 14 Millionen Pfund (etwa 20 Millionen Euro) zukommen ließen.
Angeführt wird die Liste der wohlhabenden Geschäftsleute von dem Immobilien-Zaren Sir David Garrard, der Labour 2,3 Millionen Pfund lieh, gefolgt von dem Unternehmer Richard Caring und von Lord David Sainsbury, einem Erbe der gleichnamigen britischen Supermarktkette und seit 1998 Staatssekretär im Industrieministerium.
Labour hatte in der vergangenen Woche zugegeben, die Darlehen strikt geheim gehalten zu haben. Premierminister Blair räumt ein, dass er einige der Geldgeber für einen Sitz im Oberhaus vorgeschlagen hatte; doch gibt es nach seinen Angaben keinen Zusammenhang mit den großzügigen Darlehen. Als Konsequenz der neuen Affäre will die Regierung nun alle Parteien per Gesetz zur Offenlegung ihrer Geldgeber zwingen. Als dritte einflussreiche Zeitung hatte der "Guardian" am Montag Blair zum Rücktritt aufgefordert.
(apa)
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