Kein Interesse an Politik: Nur jeder Dritte Jugendliche verfolgt politisches Geschehen
- Deutsche mit viel, Slowaken mit geringstem Interesse
- Jugendliche mit wenig Vertrauen in politische Parteien
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Nur jeder dritte Jugendliche in Europa interessiert sich für Politik. 37 Prozent der rund 8.000 15 bis 25- Jährigen, die in acht EU-Ländern vom österreichischen Institut SORA befragt wurden, verfolgen das aktuelle politische Geschehen, 63 Prozent tun das dagegen nicht, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit.
Das größte Politikinteresse ortet die Umfrage in Deutschland (51 Prozent), das geringste in der Slowakei (28 Prozent), Estland (29 Prozent) und in Großbritannien (30 Prozent). Österreichs Jugendliche liegen mit 42 Prozent auf Platz drei hinter Italien.
Wenig Vertrauen in politische Parteien
Die meisten Jugendlichen gaben an, dass sie Nichtregierungsorganisationen mehr trauen als politischen Parteien. Auch EU-Institutionen genießen mehr Vertrauen als nationale Einrichtungen. Dennoch fühlen sich viele Jugendliche einer bestimmten Partei näher als anderen.
Mit dem Begriff Politiker assoziieren die 15 bis 25-Jährigen vor allem die Lösung internationaler Probleme (68 Prozent) bzw. sozialer Probleme (67 Prozent). Andererseits denken 46 Prozent an "leere Versprechungen" und 35 Prozent an "Korruption", generell werden Politiker aber als etwas Positives gesehen.
Interesse hauptsächlich in der Schule hervorgerufen
Geweckt wird das Interesse an politischen Dingen vor allem in der Schule, geht aus dem EUYOUPART-Projekt (http://www.sora.at/euyoupart) hervor, gefolgt von bestimmten Medien und Freunden und Eltern. Jene jungen Europäer, die Zeitungen lesen und das Internet nutzen, sind außerdem politisch aktiver als Altersgenossen, die ihre Informationen ausschließlich aus dem Fernsehen beziehen.
Die EU-Kommission rief unterdessen Schüler auf, im Rahmen des "Europäischen Frühlings" über die Zukunft Europas zu diskutieren. An der Aktion beteiligen sich Schulen aller 25 EU-Staaten und anderer Länder, darunter die Schweiz und Weißrussland. (apa)
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