Wirbel um FP-Akademie: Stadler wirft karenzierten Geschäftsführer Scheibner raus
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Der blau-orange Scheidungskrieg ist um eine kuriose Facette reicher: FP-Akademie-Präsident Ewald Stadler hat seinen karenzierten Akademie-Geschäftsführer Herbert Scheibner (BZÖ) fristlos entlassen. Dieser will dagegen berufen.
Scheibner war, wie er in der "Wiener Zeitung" erklärte, lange Zeit Geschäftsführer der FPÖ-Akademie und wurde 1999 mit der Wahl zum Klubobmann karenziert. Diese Karenzierung war bis heute aufrecht. Dass sie jetzt mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden sei, sei "rechtswidrig", behauptet Scheibner. Er will sich "das nicht gefallen lassen" und überlegt rechtliche Schritte. Die FPÖ habe schon mehrmals versucht, Scheibners Vertrag aufzulösen, bisher ohne Erfolg, berichtete der "Standard".
Laut "Standard" hatte sich Scheibner - obwohl er sofort zum BZÖ wechselte - das Rückkehrrecht auf einen lukrativen Spitzenjob in der FPÖ-Akademie behalten. Bezüge erhielt er keine, aber mit einer Karenzierungsvereinbarung vom Jänner 2000 hat er sich alle Ansprüche gesichert, auch auf Abfertigung und Gehaltsvorrückung. Würde Scheibner nach Auslaufen der Legislaturperiode im Herbst 2006 in die Akademie zurückkehren, hätte er nach FPÖ-Berechnungen auf Grund seiner elf Dienstjahre plus ein Vordienstjahr Anspruch auf ein Bruttomonatsgehalt von rund 6.000 Euro - und einen Abfertigungsanspruch von etwa 37.000 Euro, inklusive Urlaubsabgeltung fast 100.000 Euro. (apa/red)
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