Immer mehr Unfälle auf unseren Skipisten: Im Dezember und Jänner Anstieg um 12 %
- 28.000 Skifahrer und Snowboarder mussten ins Spital
- Snowboarder mit doppelt so hohem Unfallrisiko
Im Dezember und Jänner haben sich in Österreich mehr Pistenunfälle ereignet als im Vergleichszeitraum 2004/05. Nach jüngsten vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) erhobenen Zahlen betrug der Zuwachs zwölf Prozent.
In den beiden Monaten sind laut KfV rund 28.000 Skifahrer und Snowboarder so schwer verunglückt, dass sie ins Krankenhaus mussten. Im Vergleichszeitraum der Saison zuvor waren es 25.000. Interessant ist, dass der Prozentsatz der Snowboard-Unfälle sank. Sie machten im Dezember und Jänner 2004/05 noch 31 Prozent aller Pistenunfälle aus, in den Vergleichsmonaten der laufenden Wintersportsaison etwa 23 Prozent.
Eine frühere Studie des KfV hatte ergeben, dass Snowboarder ein doppelt so hohes Verletzungsrisiko eingehen wie Skifahrer. Ein Boarder stürzt der Untersuchung zufolge fünf Mal am Tag, ein Skifahrer nur zwei Mal. Boarder sind mit durchschnittlich 28 Jahren auch um neun Jahre jünger und mehr von Ehrgeiz getrieben. 53 Prozent von ihnen wollen so oft wie möglich die Piste hinunterfahren, bei Skifahrern sind es nur 39 Prozent. 73 Prozent der Boarder sind für Helmpflicht, jeder Vierte trägt tatsächlich einen. Bei den Sportlern auf zwei Bretteln sind es nur 67 Prozent, die für Helmpflicht sind, bzw. 21 Prozent, die bereits einen tragen.
(apa)
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