Todesursache geklärt: Ermordetes Paar
aus Österreicher in Bolivien wurden erstickt
- Gesichter in Klebebänder und Müllsäcke gewickelt
- Wurden in La Paz auf illegalem Friedhof verscharrt

·Chronologie: Paar seit Jänner vermisst
Traurige Gewissheit nach monatelangem Bangen
·Bolivien: Haus der Entführer gefunden!
Ermittlungen um Wiener Pärchen auf Hochtouren
·Bolivien: Schon mehr Opfer aus Österreich
Touristen von falschen Polizisten ausgeraubt
Die ermordeten Wiener Weltreisenden Katharina Koller (25) und Peter Kirsten Rabitsch (28) sind nach Angaben der bolivianischen Polizei erstickt worden. Laut dem Chef der Mordkommission der Policia Tecnica Judicial (PTJ) in La Paz, Octavio Gutierrez, wurden sie von ihren Entführern mit breiten Klebebändern und Plastiksäcken, die man ihnen um die Gesichter gewickelt habe, zu Tode gebracht.
Die Leiche von Katharina Koller weise ansonsten keine Gewaltspuren auf. Bei Peter Rabitsch habe man außer den Erstickungsmerkmalen ein Trauma im Schädelbereich festgestellt, das wahrscheinlich von einem Schlag herrührt. Das habe die Autopsie ergeben, sagte der Polizeioberst in der Nacht auf Mittwoch gegenüber der APA.
Das auf Weltreise gewesene Wiener Paar war von der bolivianischen Stadt Copacabana am Titicacacasee kommend am 26. Jänner in La Paz verschwunden. Nach wochenlangen Ermittlungen - auch zwei Fahnder des Bundeskriminalamts suchten in Bolivien nach Koller und Rabitsch - wurden die Leichen am Montag auf einem illegalen Friedhof im Norden von La Paz entdeckt. Die Mordopfer waren in provisorischen Särgen begraben worden.
Die Wiener dürften einer Bande falscher Polizisten zum Opfer gefallen sein, die darauf spezialisiert war, Touristen in ein Taxi zu locken und ihnen Geld, Papiere sowie Bankomat- und Kreditkarten abzunehmen. Bereits zwei Stunden nach der Entführung von Koller und Rabitsch begann die systematische Plünderung ihrer Konten. Einen Fahndungserfolg verzeichneten die Behörden, als sie am 10. März drei mutmaßliche Bandenmitglieder festnahmen. (apa/red)
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