Ärgernis Hundekot: Trümmerln lassen
in der Bevölkerung oft Wogen hochgehen
- Viele Halter haben wenig Verständnis für Problem
Hundesteuer soll für Beseitigung eingesetzt werden - Umfrage: Wer soll stinkende Hundehaufen beseitigen?
·UMFRAGE: Wer soll Hundekot beseitigen?
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·Viel Ärger in allen Landeshauptstädten
Wenig Wegputzmoral in St. Pölten und Salzburg
·Falle für Blinde und auch Rollstuhlfahrer
Aber vierbeinige Helfer führen um Haufen herum
·Wegputzen: "Gassi"-Hundetoilettenset
Mit Kartonschaufel und Sackerl gegen Hundekot
·In Österreich leben rund 600.000 Hunde
'Firma Hund' mit 680 Mio. Euro direkten Umsätzen
Mit dem Frühling wird das leidige Problem der "Hundstrümmerl" auf den Gehsteigen und Grünflächen Österreichs wieder für Diskussionen sorgen. Nach Schätzungen des Wiener Magistrats produzieren die vierbeinigen Stadtbewohner täglich fünf bis zehn Tonnen Kot - allein in der Bundeshaupstadt. Gestört fühlen sich dadurch vor allem die Nicht-Hundebesitzer, für die ein Parkbesuch oft zum Spießrutenlauf wird. Für Verstimmung sorgt das Thema aber auch bei den Haltern, die sich vor allem den Einsatz der Hundesteuer zur Beseitigung der Exkremente wünschen.
Für die unangenehme Aufgabe der Kotbeseitigung haben viele Besitzer kein Verständnis: "Ich warte nur darauf, dass die Leute sich aufregen, wenn mein Hund ein Lackerl macht", meinte eine Hundebesitzerin zur APA. Angesprochen wird von vielen Tierhaltern dabei auch das Thema Hundesteuer. "Wir zahlen alle", so ein empörter Hundebesitzer dazu. Daher sei es verwunderlich, dass es keine Möglichkeit gäbe, den Kot wegräumen zu lassen. "Ich persönlich würde dafür gerne etwas mehr Hundesteuer zahlen."
Trotz der beherzten Kritik gaben aber alle Befragten an, die Kothäufchen ihrer Lieblinge zu beseitigen - zumindest dort, wo sie stören. "Wenn er auf den Gehsteig macht, räume ich es schon weg", sagte dazu ein junger Mann. Nur ins Gebüsch würde er seinem Hund nicht nachklettern. Offen bleibt dann nur die Frage, warum manche Grünanlagen und Gehwege in Wien immer noch einem "Minenfeld" gleichen.
Das Hundekotproblem in der Bundeshauptstadt scheint also beinahe unlösbar zu sein. Doch so manche Hundehalter zeigen sich auch - bestens ausgestattet - mit Plastiksackerl und entfernen die ungeliebten Haufen. "Man kann nur sein eigenes wegräumen, aber andere nicht dazu zwingen", stellte eine Hundebesitzerin fest.
(apa)
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