Montag, 13. März 2006

Die Nissan Terranaut Concept-Studie: Irdische Entsprechung eines Mondfahrzeugs

  • Größter Eyecatcher ist die gläserne Kuppel im Heck
  • Überlebenstraining pur fern der Zivilisation garantiert

Mit der Studie Terranaut zeigt Nissan die extreme Bandbreite möglicher
Fahrzeugkonzepte auf. Wie auch bei den Serienmodellen geht es um mehr als die Erfüllung profaner Transportbedürfnisse.
Beide basieren auf der Kernstärke der Marke: Der Fähigkeit, mit
Hilfe der besten verfügbaren Technik auch sehr anspruchsvolle Bedingungen zu meistern. (Carlos Tavares, Vize-Präsident)

Er mag am anderen Extrempunkt des automobilen Spektrums
ansetzen. Doch auch der Terranaut zeigt, wie ein Auto von morgen
aussehen könnte. Das im Vergleich zum Pivo riesige 4x4-Fahrzeug
ist ein naturwissenschaftliches Labor auf Rädern – die irdische
Entsprechung eines Mondfahrzeugs.

Der Gigant
Schon die Außenmaße des in London kreierten Terranaut – Länge
4,96 Meter, Breite 2,08 Meter, Höhe 2,05 Meter – nötigen Respekt
ab. Das XXL-Format war nötig, um innen Platz für drei Personen
und deren Forschungsequipment zu schaffen.

Robustes Allradfahrzeug
Das Exterieur betont den Charakter des robusten Allradfahrzeugs.
Die vorderen und hinteren Überhänge sind kurz, die Bodenfreiheit
ist extra groß. Nichts soll den Terranaut abschrecken – weder das
Outback Australiens, noch die Wüste Gobi, noch die gefrorene
Tundra in Alaska oder Sibirien. Mit dem bordeigenen
Satellitensystem haben die Wissenschaftler auch an jedem Punkt
der Erde Zugang zum Internet.

Überlebenstraining
Notfalls eine Woche lang autark ohne Hilfe von außen
Die Besatzung des Terranaut besteht aus maximal drei Personen:
Fahrer, Beifahrer und Labortechniker/ Wissenschaftler. Die Crew
kann sich über Tage fernab der Zivilisation aufhalten - leichte Zelte,
Schlafsäcke und Kochgelegenheiten sind ebenso an Bord wie
Kühlfächer für Nahrungsmittel, Getränke und andere
lebensnotwendige Dinge. Der Terranaut ist mit 19 Zoll großen Spezialreifen von Goodyear ausgerüstet. Sie sind gegen Beschädigungen von außen geschützt und für den Einsatz auf befestigten Straßen konstruiert. Nach Absenken des Luftdrucks verwandeln sie sich im Handumdrehen in grobe Off-Road-Pneus.
Die Frontpartie trägt das Markengesicht der Nissan 4x4-Palette:
Der Grill hat angewinkelte, verchromte Streben und wird von
waagerechten Scheinwerfern flankiert. Die Unterschiede zu den
Serienbrüdern liegen eher im Detail.

Gläserne Kuppel
Größter Eyecatcher am Exterieur ist zweifellos die gläserne Kuppel
im Heckabteil des Terranaut. Sie erlaubt dem hier tätigen
Wissenschaftler einen Blick in den Himmel und ist zugleich eine
Ausstiegsluke für Notfälle.
Der direkt unter der Glaskuppel montierte Einzelsitz hat eine
integrierte Computer-Tastatur. Er ist drehbar – so kann das dritte
Crew-Mitglied leicht an die kreisförmig um ihn gruppierten Geräte
gelangen. Ein halbkugelförmiges Display dient als Computer-
Monitor, Daten-Anzeige und Bildschirm für die Aufnahmen der
Außenkamera. Bilder und Daten können auf gleich zwei Computer-
Speichersysteme oder den bordeigenen, hochauflösenden Drucker
heruntergeladen werden.

13.3.2006 14:23