HDTV: Häufig falsche Auskünfte in Shops - Neue TV-Norm kann so zum Reinfall werden
- Notwendigkeit von Zusatzgeräten häufig abgestritten
- Kopierschutz und Bezahl-Abos meist verschwiegen
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Interessenten für die zukünftige Fernsehnorm High Definition Television (HDTV) müssen selbst in Fachgeschäften bei der Beratung über entsprechende Geräte auf der Hut sein. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Köln berichtet, wurden bei einem Test in 30 Geschäften in mehr als der Hälfte der Fälle falsche Auskünfte gegeben.
Obwohl nur das Logo "HD-ready" vor Reinfällen schützen soll, konnten Verkäufer es nicht von Bezeichnungen wie "HD-vorbereitet", "HD-kompatibel" oder "HDTV-fähig" abgrenzen. Zudem wurde fälschlicherweise behauptet, für den Empfang des hoch auflösenden Fernsehens seien keine Zusatzgeräte mehr notwendig. Tatsächlich müssen spezielle Empfangsgeräte angeschafft werden.
Kopierschutz verschwiegen
Jeder zweite Berater klärte die Kunden den Angaben zufolge nicht darüber auf, dass es bei "HD-ready"-Fernsehern einen integrierten Kopierschutz gibt, der Video- und DVD-Aufnahmen verhindern könne. "Ob eine in HD-Qualität produzierte Sendung verschlüsselt wird oder nicht, bestimmt künftig der Rechteinhaber", erklärten die Verbraucherschützer.
Keine Infos über Abo-Kosten
Erstmals wurde HDTV zur Fußball-Weltmeisterschaft in großem Umgang eingesetzt. Allerdings verschwiegen die Verkäufer beim Test in vielen Fällen, dass die Spiele im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lediglich in herkömmlicher Auflösung übertragen werden. Wer die Spiele in HD-Qualität sehen wollte, musste den Angaben zufolge ein Abonnement fürs Bezahlfernsehen abschließen, durch das weitere Kosten entstehen. (APA/red)
