Brit-Pop fürs neue Jahrtausend: The Delays besinnen sich auf 90er, sind aber zeitgemäß
- 'You See Colours': Zweite CD des Briten-Quartetts

The Delays konnten bereits mit ihrem im Jahr 2004 veröffentlichten Album "Faded Seaside Glamour" erste ansehnliche Erfolge feiern. Vor allem in ihrer britischen Heimat kam der Longplayer sehr gut an und die Band kam gleich zu ersten Chartsehren. Mit "You See Colours" will das Quartett aus Southhampton nun auch in Europa durchstarten.
Im Gegensatz zum ersten Album setzen Sänger Greg Gilbert & Co auf der aktuellen CD allerdings auf deftigere Beats und noch breitere Synthie-Soundteppiche. Zwar hört man noch die Orientierung am klassischen Brit-Pop der 90er Jahre, doch wurden die "alten" Elemente in ein zeitgemäßes Sound-Gewand gepackt. Pathetische Streicher-Arrangements treffen auf ordentliche Beats, wodurch quasi der Brit-Pop des neuen Jahrtausends geschaffen wurde.
Während die erste Hälfte des Albums - vor allem durch den neuen Sound - etwas gewähnungsbedürftig ist, kann die zweite Hälfte erneut überzeugen. "You See Colours" steigert sich beständig, sodass "Waste Of Space", die letzte Nummer am Album, gleichzeitig auch die absolut beste ist. Fans von The Verve, Keane oder Richard Ashcroft werden sich aber vermutlich auch mit The Delays anfreunden können. (red)
