Samstag, 18. März 2006

Fusionen und Sparen bei Zusatzpensionen: ÖGB-Reform ist laut Bittner "notwendig"

  • Drucker-Gewerkschafts-Chef: Mitgliedsbeiträge sinken
  • Einparungen auch bei Verwaltungsausgaben

Als "notwendige Reform" bezeichnete der Chef der Drucker-Gewerkschaft, Franz Bittner, die Spamaßnahmen beim ÖGB. Im Radio verwies Bittner darauf, dass die Mitgliedsbeiträge kontinuierlich zurück gingen, die Ausgaben wie beim Rechtsbeistand wegen Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern würden aber steigen. Es gebe mehr Interventionen in den Betrieben.

Mögliche Einsparungen sieht Bittner auch bei künftigen Zusatzpensionen für Gewerkschaftsmitarbeiter. Außerdem müsse man die Frage stellen, ob ÖGB-Ferienheime zum Kerngeschäft der Gewerkschaft gehörten.

Ein weiteres Sparpotenzial liege in den Verwaltungsausgaben und damit in der verstärkten Zusammenarbeit der Einzel- Gewerkschaften. Kürzlich hatte Bittner die Fusion der Drucker- Gewerkschaft mit jener der Privatangestellten verkündet. Weitere Zusammenschlüssen dürften noch folgen. Bittner rechnet "mit Sicherheit" damit, dass es in einigen Jahren weniger Gewerkschaften geben wird als heute. Als künftige Mindestgröße einer Einzelgewerkschaft werden 180.000 bis 220.000 Mitglieder angestrebt.

Dass der ÖGB finanziell ins Minus rutschen könnte, fürchtet Bittner nicht. Weder 2005 noch 2006. Die Differenz von Ausgaben und Einnahmen sei durch gute Rücklagen gedeckt. Wie hoch diese Rücklagen sind, will Bittner nicht sagen.

(apa)

18.3.2006 10:28