Vor anvisierter Einführung im Jahr 2010: Ungarn plant für 2008 Referendum zum Euro
- Für Ministerpräsident aber Befragung nicht bindend
·Slowenien beantragt Beitritt zur Euro-Zone
Nachbarland will Währung
am 1. 1. 2007 einführen
·Polen könnte als letztes Land einführen
Mangelnder politischer Wille: Vielleicht erst 2013
·Studie: In Österreich Euro doch ein Teuro
Von Erhöhungen stärker betroffen als andere
Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany plant im Jahr 2008 ein Referendum zur Übernahme des Euro. "Wir müssen die Leute fragen: Wollt ihr das oder nicht?", sagte der Regierungschef dem Wirtschaftsblatt "Vilaggazdasag". Seine Sprecherin sagte, Gyurcsany visiere das Referendum für 2008 an. Die Volksbefragung zu einem Beitritt der Euro-Zone sei nicht bindend, solle aber die Entscheidung der Regierung stützen.
Ungarns Regierung will im Jahr 2010 die nationale Währung Forint aufgeben und der Euro-Zone beitreten. Zentralbanker und Analysten gehen angesichts des hohen Budgetdefizits allerdings erst für 2013 oder 2014 von einem Beitritt aus. Die Unterstützung in der Bevölkerung zählt zu den höchsten unter den neuen EU-Mitgliedern: Im November vorigen Jahres hatten sich 51 Prozent der ungarischen Bevölkerung für eine Übernahme der Gemeinschaftswährung und 35 Prozent dagegen ausgesprochen. Ungarn ist seit Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.
(apa)

