Montag, 13. März 2006

Viertelfinale der Champions League jetzt komplett: Auch Inter Mailand aufgestiegen!

  • Italiener nach 1:0-Heimsieg gegen Ajax weiter
  • Inter untermauert Dominanz der Serie-A-Klubs

Inter Mailand hat am Dienstagabend mit einem 1:0-Heimerfolg über Ajax Amsterdam als letzte Mannschaft den Einzug ins Champions League-Viertelfinale geschafft und damit gleichzeitig die italienische Dominanz in der europäischen Fußball-Königsklasse untermauert. Eine Woche bevor Inter dem 2:2 in Amsterdam einen knappen Sieg im nachgetragenen Rückspiel folgen ließ, hatten sich bereits der große Stadtrivale und Vorjahres-Finalist AC Milan sowie der amtierende und wohl auch kommende Meister Juventus Turin für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

Zum bereits dritten Mal in den vergangenen vier Jahren stehen drei Serie-A-Klubs im Viertelfinale und die Chancen, dass zumindest ein italienisches Team das Finale am 17. Mai in Paris erreicht, dementsprechend gut. Auch Inter-Präsident Giacinto Facchetti betrachtet den Aufstieg als "Beweis für die Dominanz italienischer Klubs in Europa".

Sein Trainer Roberto Mancini warnt vor dem Viertelfinal-Duell mit dem spanischen Überraschungs-Team Villarreal jedoch vor Überheblichkeit: "Wir sind Favoriten und das ist gleich die erste Gefahr", erklärte der ehemalige Nationalteam-Stürmer und fügte hinzu: "Nach der Achtelfinal-Auslosung haben auch viele von ungleichen Duellen gesprochen. Und jetzt sind bereits einige der vermeintlichen Favoriten ausgeschieden." Sollte Mancinis Truppe den Semifinal-Einzug schaffen, würde der Sieger des Duells Juventus Turin - Arsenal London warten.

So weit will Mancini aber noch nicht vorausblicken, der Inter-Coach analysierte vielmehr kritisch den erfolgreichen Auftritt gegen Ajax: "Wir haben zwar viele Chancen herausgespielt, im Abschluss sind wir aber oft zu unpräzise." Sein Gegenüber Danny Blind sprach von einem verdienten Resultat und war mit seinem Team nicht unzufrieden. "In der ersten Hälfte des Hinspiels haben wir sehr gut gespielt, da hätten wir vier Tore schießen müssen. Heute hatten wir so gut wie keine Chance, was aber in erster Linie mit der Qualität der Inter-Verteidiger Samuel und Materazzi zu tun hatte."

Die Gastgeber dominierten vom Beginn an deutlich, wollten unbedingt das 1:0. Martins traf die Latte (13.), Figo jagte wenig später den Ball aus guter Position über das Gehäuse. In der 26. Minute pfiff der schwedische Referee Peter Fröjdfeldt Elfmeter für die Mailänder, als Stankovic Ajax-Kapitän Lindenbergh bei einer Flanke an der Hand anschoss. Adriano trat an und setzte den Ball rechts am Tor vorbei.

Inter gab zunächst auch nach der Pause den Ton an, Adriano verfehlte das Tor nur hauchdünn (49.), ehe das 1:0 fiel. Nach Pass von Samuel war Dejan Stankovic durch, ein Haken und ein gefühlvoller Schuss ins lange Eck und der Serbe durfte sich von seinen Kollegen feiern lassen. Ajax wurde in der Folge munterer (Inter verlegte sich nach typisch italienischer Art vor allem auf das Halten des Resultats), aber mehr als die eine oder andere Halbchance (z.B. durch Trabelsi/73.) kam dabei nicht heraus.

(apa/red)

13.3.2006 12:06