Klare Sache für die Hausherren: Tirol, Sturm und Pasching jubeln über Heimsiege
- GAK verliert Anschluss an Austria und Salzburg
- Kampf um UEFA-Cup-Plätze weiterhin dramatisch
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Durchwegs Heimsiege ohne Gegentore brachten die Samstag-Spiele der 27. Bundesliga-Runde: Wacker Tirol gewann gegen den SV Mattersburg mit 2:0, Sturm Graz kämpfte Ried mit 1:0 nieder. Ebenfalls mit 1:0 besiegte Pasching bei seiner Rückkehr ins Waldstadion den GAK. Damit haben die Grazer Rotjacken endgültig den Anschluss an die Spitze verloren, die Klubs im Mittelfeld hingegen rücken noch enger zusammen, der Kampf um die UEFA-Cup-Plätze bleibt weiterhin hochdramatisch.
Die SV Ried bleibt ein gern gesehener Gast beim SK Sturm. Die Grazer besiegten den Aufsteiger dank eines Rabihou-Treffers in der 32. Minute mit 1:0 (1:0) und weisen damit weiter eine beeindruckende Bilanz gegen die Rieder seit deren erstmaligem Aufstieg 1995 auf: In 18 Liga-Heimspielen gab es den 17. Sieg.
In den ersten 20 Minuten präsentierten sich die Gäste aus dem Innviertel stark und hatten durch Brenner, dem bei seinem Schuss ein eigener Spieler im Weg stand, auch die erste Chance. Doch mit Fortdauer kam Sturm immer besser ins Spiel. Filipovic mit einem Freistoß (27.) und Ertl per Kopf (29.) gaben Warnschüsse ab, ehe Rabihou nach herrlicher Aktion zur verdienten Führung traf. Nach Leitgeb-Flanke und Zusammenspiel per Kopf mit Ledwon schoss der Stürmer volley aus kurzer Distanz ein (32.).
Nach der Pause war von Sturm zunächst nicht mehr viel zu sehen, die Rieder erkannten offenbar den Ernst der Lage und machten Druck. Doch im Abschluss mangelte es wie schon in den anderen Frühjahrs-Partien (nur ein Tor). Die größte Chance der Hochhauser-Elf hatte Kablar, dessen Scharfschuss aber Torhüter Szamotulski bravourös mit der Faust abwehrte (50.).
Sturm ist damit auch nach dem fünften Frühjahrsspiel noch ungeschlagen (2 Siege, 3 Remis, 6:1 Tore) und hat den Anschluss ans Mittelfeld gefunden. Die Steirer liegen nur noch einen Punkt hinter den sechstplatzierten, heuer noch sieglosen Riedern, und haben nun 15 Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Admira.
Tirol schlägt Mattersburg
Vierter Sieg des FC Wacker Tirol im vierten Bundesliga-Duell mit Mattersburg im Tivoli-Neu-Stadion. Die Innsbrucker kamen mit dem 2:0 (1:0) zu ihrem sechsten Heimerfolg in dieser Saison, während sich die Burgenländer auswärts bereits zum zehnten Mal geschlagen geben mussten. Damit verlieren Kühbauer und Co. als Vorletzte auch immer mehr den Anschluss zum Mittelfeld, während von unten möglicherweise der VfB Admira noch gefährlich werden könnte.
In der nicht gerade aufregenden Partie dominierten die Gastgeber, ohne aber zunächst zu seriösen Chancen zu kommen. Halbe gab es für Hölzl (28.), Kolousek (35., 39.) und Hannes Aigner (39.), wobei mehrmals Borenitsch der Sieger blieb. In der 41. Minute musste der Mattersburger Schlussmann aber dann doch den Ball aus dem Netz holen. Pacanda traf nach idealem Zuspiel von Aigner zu seinem siebenten Saisontor. Zwei Minuten später parierte Borenitsch einen Schuss von Kolousek.
Nach der Pause wurden die Gäste etwas munterer. Die beste Ausgleichschance vergab Kühbauer, als er in der 57. Minute etwas zu lange mit dem Torschuss zögerte und damit Windisch die Chance zum Eingreifen gab. Erfolgreicher waren auf der Gegenseite die Tiroler. Pacanda legte sich beim Querlauf entlang des Strafraums den Ball zu weit vor, dieser kam zu Hannes Aigner, der trocken zum 2:0 einschoss (64.) und sich damit damit über sein viertes Saisontor freuen durfte.
Zwei Minuten später scheiterte Kühbauer an Pavlovic und in der 88. Minute blieb der Tirol-Keeper gegen Fuchs siegreich. Damit war das Pulver der Gäste verschossen und der dritte zu-Null-Sieg der Tiroler, die sich nun als Tabellensechster sogar in die Nähe von UEFA-Cup-Rängen begaben, Wirklichkeit geworden.
GAK verliert in Pasching
Superfund Pasching hat mit einem 1:0-Heimsieg gegen den GAK in der Tabelle nach Punkten zu den Grazern und Meister Rapid aufgeschlossen. In der flotten, wenn auch chancenarmen Partie sorgte Thomas Pichlmann in der 18. Minute für den entscheidenden Treffer und bescherte seinem Trainer, Didi Constantini, ein erfolgreiches Heimdebüt im Waldstadion.
Die Paschinger haben in dieser Saison damit beide Heimspiele gegen den GAK gewonnen. Zuvor hatte es vor eigenen Fans keinen einzigen Erfolg gegen die Grazer gegeben. Vor den Augen von Ex-Trainer Georg Zellhofer waren die Gastgeber aber nur bis zum goldenen Treffer von Pichlmann das tonangebende Team. Danach dominierten die Steirer, die in Ehmann, Plassnegger, Junuzovic und Kollmann auf vier Stammkräfte verzichten mussten, zudem vor der Pause (41.) ihren einzigen Stürmer, Alen Skoro, durch Verletzung verloren.
Einem ersten Warnschuss von Ketelaer (6.) folgte in der 18. Minute die entscheidende Szene: Der engagierte Kabat überraschte die Grazer Hintermannschaft mit einem schnellen Einwurf, den folgenden Stanglpass von Sariyar verwertete Pichlmann, der erstmals mit Nummer neun auflief, aus kurzer Distanz zum 1:0.
Die Hausherren verließen sich in der Folge auf ihre gute Abwehr, die zweitbeste in der Liga hinter jener von Spitzenreiter Austria Wien. Ohne einen gelernten Stürmer - Kujabi mühte sich redlich, aber erfolglos ab - erspielte sich der GAK kaum Chancen. Und wenn es einmal gefährlich wurde, war Pasching-Keeper Josef Schicklgruber zur Stelle.
In der 30. Minute kam den Paschingern allerdings auch Schiedsrichter Hofmann zur Hilfe, der ein klares Elfmeter-Foul von Kapitän Michael Baur an Skoro nicht ahndete. In der zweiten Hälfte hatten Muratovic (54./Freistoß) und Schenk (55.) den Ausgleich am Fuß, scheiterten aber jeweils am Schlussmann der Gastgeber.
Der GAK, der unter Lars Söndergaard nun schon vier Spiele in Folge (inklusive Cup) verloren hat, liegt als Tabellendritter nun schon 13 Punkte hinter Leader Austria, die ihren Vorsprung am Sonntag (gegen Salzburg) noch ausbauen kann. Pasching hat hingegen mit 38 Punkten zu den Grazern aufgeschlossen und unter "Aushilfstrainer" Constantini noch nicht verloren.
(apa/red)
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