Donnerstag, 16. März 2006

Sturm-Boss Kartnig gibt Entwarnung: "Um Lizenz muss sich keiner Sorgen machen"

  • Geld vom Präsidenten soll Verein Lizenz sichern
  • Vize Glinz: "Damit Lizenzierungsauflagen erfüllt"

Sturm Graz hat finanzielle Entwarnung gegeben. Nach der Rückkehr von Präsident Hannes Kartnig aus einem mehrwöchigen Urlaub fand nun in der steirischen Hauptstadt eine zweistündige Vorstandssitzung statt, in der eine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme des Klubs gefunden wurde.

"Um die Lizenz muss sich keiner Sorgen machen", erklärte Kartnig am Mittwoch im Gespräch mit der APA - und kündigte gleichzeitig an: "Wenn ich noch einmal Geld in den Klub stecke, dann mach ich auch den Präsidenten bis zum 100er-Jubiläum von Sturm." Im Jahr 2009 wäre es so weit und auf dem Weg dahin soll Kartnig seinem Verein noch einmal finanziell unter die Arme greifen.

Vizepräsident Hans-Jörg Glinz strahlte nach der "zweistündigen Sitzung" jedenfalls Optimismus aus. "Das Problem von 1,5 bis 2 Millionen Euro wird mit der Hilfe von Hannes Kartnig und einigen seiner Freunde gelöst." Nun seien die Wirtschaftsprüfer an der Reihe, erläuterte Glinz und fügte an: "Am Donnerstag werden die Papiere unterschrieben und am Freitag zur Bundesliga geschickt. Damit haben wir dann aus unserer Sicht die Lizenzierungsauflagen erfüllt und den Spielbetrieb für diese und auch die nächste Saison gesichert."

Rettungsanker Kartnig
Laut Glinz hätten die Verantwortlichen "immer gewusst, dass es nur mit Hannes Kartnig geht". "Wenn er zurückgekommen wäre und gesagt hätte, dass er nicht mehr will, hätte eine andere Gruppe auf den Plan treten müssen und das schnell", meinte der erleichterte Vizepräsident. "Big Boss" Kartnig fordert für seine Investitionen den gebührenden Respekt: "Man muss Geldgeber seitens der Fans und auch der Medien anders behandeln, sonst geht es Sturm so wie der Austria. Nur bei Sturm ist es viel schlimmer, da geht es um die Lizenz. Wenn ich nicht helfe, dann ist Sturm kaputt."

Richtungsweisend für Sturm wird unter anderem auch die kommende Generalversammlung sein, die laut Glinz "zwischen 15. April und 15. Juni" stattfinden und in der ein neuer Vorstand gewählt wird. Der Vizepräsident und "eine Gruppe" präferieren die Installierung eines "kaufmännischen Managers neben dem sportlichen Manager". Dieser wirtschaftliche Geschäftsführer solle dann hauptamtlich für den SK Sturm arbeiten. Auch über die Zukunft von Manager Heinz Schilcher, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft, wird in naher Zukunft entschieden.

(apa/red)

16.3.2006 14:00