Neue deutsche Wettaffäre zieht ihre Kreise: Bestechungsversuch in österreichischer BL?
- "Stern": Austria-Sturm sollte manipuliert werden
- ARD: DFB-Teamspieler in Affäre verwickelt
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Die neuerliche Wettaffäre in Deutschland zieht laut dem deutschen Nachrichtenmagazin "stern" ihre Kreise - wenn auch erfolglose - bis nach Österreich. Demnach soll ein Bote der Wett-Mafia mit 60.000 Euro im Koffer zum Spiel Austria Wien gegen Sturm Graz am 25. Februar 2006 (Endstand 0:0) angereist sein, um diese Partie zu beeinflussen. Der Bestechungsversuch scheiterte laut "Stern" allerdings. Wem das Geld angeboten wurde, ist nicht bekannt.
Bei den Grazern (Manager Heinz Schilcher) hörte man von dem vermeintlichen Bestechungsversuch ebenso zum ersten Mal wie bei Austria Wien. "Das ist absoluter Quatsch", meinte Austria-Manager Markus Kraetschmer, der sich rechtliche Schritte vorbehalten will. Auch die Bundesliga hat noch keinerlei Informationen zu diesem Vorfall erhalten.
Informationen des ARD-Magazins "Plusminus" zufolge soll in den Wettskandal in Deutschland auch ein DFB-Nationalspieler verwickelt sein. "Laut Insider-Informationen, die der Redaktion vorliegen" soll ein Nationalspieler "mit der so genannten Wettmafia zusammenarbeiten", hieß es auf der ARD-Internetseite.
Der "Plusminus"-Informant, der seit Jahren in dem Umfeld agieren soll, behauptet: "Ich war persönlich bei so einem Gespräch dabei. Da hat ein Bundesligaspieler gesagt: 'Wir werden morgen verlieren'. Und dann hat er noch selber 10.000 Euro gegen seine eigene Mannschaft gesetzt. Ich habe das alles mitgehört."
Im Zentrum der Verdächtigungen steht ein in Malaysia geborener Chinese, der unter verschiedenen Namen aufgetreten und ein ganzes Netzwerk aufgebaut haben soll. Vier Personen sitzen in Deutschland bereits in Untersuchungshaft, darunter auch der ehemalige Co-Trainer von Mannheim, der Serbe Dragan A.
(apa)
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