Nach enttäuschender Nullnummer in Ried: Rapid und die Politik der kleinen Schritte!
- Rapid-Trainer Zellhofer: "Wir müssen umdenken"
- "Mario Bazina ist neu und braucht noch Zeit"
·0:0 - Rieder Festung hält auch gegen Rapid
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Es sind die kleinen Schritte, die momentan für Georg Zellhofer zählen. Und ein Remis nach zwei Niederlagen in der T-Mobile-Bundesliga ist zweifelsohne als Fortschritt zu werten. Das 0:0 am Sonntag bei Ried bot für den amtierenden österreichischen Fußball-Meister aber dennoch nur wenig Erbauliches, das weiß auch der Rapid-Trainer: "Es war zu wenig", urteilte Zellhofer.
"Wir waren nicht in der Lage, eine Mannschaft wie Ried auszuspielen", kommentierte Zellhofer die dritte Nullnummer im vierten Trainerduell der Saison mit Heinz Hochhauser, der ihn 2003 für eine halbe Saison als Pasching-Trainer vertreten hatte. Zellhofer bemängelte vor allem das Spiel ohne Ball, "dabei hätten sie alle Freiheiten nach vorne", wie der 45-Jährige betonte. Nur nützen würden seine Spieler diese Freiheiten derzeit nicht.
Auch über Einzelaktionen ging gegen die nunmehr seit 25 Heimspielen unbesiegten Rieder wenig. "Man muss halt auch einmal einen ausspielen", nahm Zellhofer seine Kreativen in die Pflicht, ohne ihnen jedoch die Schuld für die schwachen Darbietungen der vergangenen Wochen zuzuweisen. "Martinez hat wenig Spielpraxis und Bazina ist neu und braucht noch Zeit." Und Kavlak, der zuletzt zweimal in Folge in der Startelf gestanden ist, sei laut Zellhofer mit seinen 17 Jahren noch zu jung, um die Bürde der Verantwortung zu tragen.
Zellhofer fordert Umdenken
Der Rapid-Trainer forderte in der derzeitigen Situation ein Umdenken bei Spielern und Fans. "Ich würde gerne so spielen wie vor einem Jahr, aber wenn wir bei jedem dritten Pass den Ball verlieren und Konter fangen, müssen wir eben umdenken", meinte Zellhofer, der einigen seiner Schützlingen nach fünf Spielen in drei Wochen Müdigkeit attestierte. Am Montag bekamen die Rapidler daher "zum ersten Mal seit langer, langer Zeit" (Zellhofer) trainingsfrei.
Von seinem Weg will Zellhofer jedenfalls nicht abrücken, Systemveränderungen ("Wir spielen fast genauso wie unter Hickersberger") werden nicht vorgenommen. Vielmehr will der Rapid-Coach Eigenschaften wie Einsatz und Zweikampfverhalten betonen und diese Vorgaben hätten seine Spieler laut Zellhofer gegen Ried bereits zufrieden stellend umgesetzt. Der Rest, so der erfolgsverwöhnte Ex-Pasching-Trainer, sei "Arbeit, viel Arbeit".
(apa/red)
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