Von der Wüste in die Tropenhitze: Formel 1 steht in Malaysien echte Hitzeschlacht bevor
- Großer Härtetest für Motoren bei 2. GP des Jahres
- Alonso zuversichtlich: "Können wieder gewinnen"
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Alle 18 Rennen: Von Bahrain bis Brasilien
So schnell wie möglich hat der Formel-1-Tross von Bahrain nach Malaysia gewechselt. Nur fünf Tage nach dem Auftakt in der trockenen Sandwüste des Mittleren Ostens geht am Freitag im tropischen Hitzeklima Malaysiens bereits das erste Training für den GP in Sepang am Sonntag (8 Uhr MEZ) in Szene. Auf Fahrer und Motoren wartet damit schon beim zweiten Saison-GP der absolute Härtetest.
Dass in Bahrain am Renntag 24 Grad und ein angenehmes "Lüfterl" herrschten, hat den Saisonauftakt für Fahrer und die neuen V8-Motoren zu einer relativ angenehmen Sache gemacht. In Malaysia schlägt nun aber wohl die Stunde der Wahrheit. 40 Grad Lufttemperatur und eine Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent verlangen den Piloten und vor allem den bereits über eine volle Renndistanz malträtierten V8-Motoren alles ab.
Während Williams-Testfahrer Alexander Wurz vor dem Weiterflug einige Tage in Dubai einlegte, flog Red-Bull-Pilot Christian Klien auf direktem Weg noch in der Nacht nach dem Bahrain-GP nach Kuala Lumpur, um sich optimal an die Zeitumstellung und die feuchte Schwüle zu gewöhnen. "Ich wollte so früh wie möglich hier sein, um mich an die Verhältnisse und die Hitze zu gewöhnen", erklärte der Vorarlberger.
Auch Klien ist bewusst, dass Sepang eine Hitzeschlacht wird. "Von der Hitze her ist das sicher das anstrengendste Rennen des Jahres. Und für die Motoren ist der heißeste Grand Prix des Jahres auch noch das zweite Rennen, das sie aushalten müssen. Wir sind aber sicher nicht das einzige Team, das deshalb ins Schwitzen kommt", scherzte der 23-Jährige, noch immer gut aufgelegt wegen Platz acht beim WM-Auftakt.
Gelungener Auftakt mach Hoffnung
"Nie hätten wir gedacht, dass wir in Bahrain durchfahren", war Klien einerseits von der unerwarteten Standfestigkeit aber auch vom Grundspeed der Red-Bull-Autos angetan. "Angesichts der Wintertests war das wirklich ein gelungener Auftakt, der Auftrieb gibt", so der Hohenemser. Ein Hoch, das hoffentlich auch in Malaysia trotz eines durchaus wahrscheinlichen Tropenregens anhalten wird. Klien: "Die Pace des Autos ist da, wir können sicher weder unter Top-Acht fahren."
In der Szene hat man sich mittlerweile darauf geeinigt, dass 2006 vier Teams um den WM-Titel fahren werden. Auch Weltmeister Fernando Alonso, der als Auftakt-Sieger die neue Saison so begann wie er die alte beendet hatte, sieht das so. "Es ist, wie wir es erwartet haben. Honda, McLaren, Ferrari und Renault, diese vier Teams können heuer auf allen Streckentypen gewinnen. Die kommenden Wochen werden also ziemlich unterhaltsam werden", sagte der 24-jährige Spanier.
Lob für Alonso und Schumi
Nach dem tollen Kampf in Bahrain hatte es viel Lob für Alonso, aber auch für den um 13 Jahre älteren Michael Schumacher gegeben. Er sei "wie in Junger gefahren", schwärmte etwa Ferrari-Vizepräsident Piero Ferrari über den 37-jährigen Deutschen. Alonso hingegen bekam von allen Experten Riesenrespekt für seine reife Fahrweise.
Der Spanier blieb aber relativ unbeeindruckt. "Perfekter kann man eine Saison nicht beginnen", meinte Alonso nur und blickte schnell wieder nach vorne. "Ich komme mit einem Sieg auf eine meiner Lieblingsstrecken. Hier habe ich 2003 meine erste Pole und mein erstes Podium und im Vorjahr meinen ersten Sieg im Weltmeisterjahr gefeiert. Es wird heiß. Das liegt mir und Renault. Wir können wieder gewinnen."
(apa/red)
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