Sonntag, 19. März 2006

Hypo NÖ im Viertelfinale der Handball-CL out: Unnötige Heimniederlage gegen Aalborg

  • Nach 29:28-Auswärtssieg daheim 28:30 verloren
  • Logwin geknickt: "Eine katastrophale Leistung"

Damen-Meister Hypo Niederösterreich muss zumindest eine weitere Saison auf den neunten Titel in der europäischen Handball-Königsklasse warten. Die Südstädterinnen schieden am Sonntag im Viertelfinale der Champions League gegen Aalborg DH aus, da sie dem 29:28-Hinspielsieg in Dänemark am Sonntag in Maria Enzersdorf eine 28:30-Niederlage folgen ließen. Im Vorjahr war Hypo NÖ immerhin ins Halbfinale eingezogen.

Die Partie lief für die Gastgeber-Mannschaft in der ersten Hälfte durchaus wunschgemäß, wurde doch ein Vorsprung von bis zu vier Toren (12:8) herausgeworfen. Doch noch vor der Pause machten Tanja Logwin und Co dem Gegner unnötig Hoffnung, indem Hypo etliche technische Fehler unterliefen und auch die Effektivität von der 7-Meter-Linie zu wünschen übrig ließ. Nach einem 13:10 (26.) rettete Hypo NÖ gerade noch ein Tor in die Pause.

Die Weichen waren da zwar dennoch noch auf Aufstieg gestellt, doch nach dem Wechsel ließ die Wurf- und Angriffsleistung der Niederösterreicherinnen noch mehr nach, Angriffe wurden zu unüberlegt abgeschlossen. Aalborg hatte vor 1.500 Zuschauern hingegen trotz der Heimniederlage schon vor der Partie an den Aufstieg geglaubt und auch so gespielt. Nach dem 20:23 (48.) stieg die Hektik bei der Truppe von Trainer Ryan Zinglersen noch mehr.

Näher als auf zwei Tore kam Hypo NÖ nicht mehr heran, dementsprechend enttäuscht waren alle Team-Mitglieder. Logwin, mit 12 Treffern Hypo-NÖ-Topscorerin: "Wir haben diese Mannschaft vielleicht ein bisschen unterschätzt. Wir waren so schlecht, so hektisch - eine katastrophale Leistung." Die Teamspielerin merkte an, dass es nie über die gesamte Spielzeit klappt. "45 Minuten sind gut, aber 15 Minuten lang geht es immer bergab."

Zinglersen sah diesmal eine andere Gewichtung. "Die letzten 35 Minuten waren entscheidend. Wir haben da zu viele Passfehler gemacht. Und die Däninnen haben mit ihrer offensiven Deckung unser Kollektiv kaputt gemacht." Manager Gunnar Prokop war vorerst zu keiner Stellungnahme bereit, meinte im Vorbeigehen nur sinngemäß "Selber Schuld" - womit er wohl recht hatte.

(apa)

19.3.2006 19:22