USA will iranische Führung destabilisieren: Offenbar breit angelegte Kampagne geplant
- Opposition soll mehr unter die Arme gegriffen werden
- Genauere Beobachtung der Teheraner Machthaber
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Die USA planen offenbar eine breit angelegte Kampagne zur Destabilisierung der iranischen Führung. Wie die "Washington Post" berichtete, soll der iranischen Opposition verstärkt unter die Arme gegriffen werden. Ferner sei geplant, zusätzliche Posten im Washingtoner Regierungsapparat und an US-Botschaften einzurichten, um den Iran genauer unter die Lupe zu nehmen. Wegen des Streits um das iranische Atomprogramm hatte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) in der vergangenen Woche den UNO-Sicherheitsrat angerufen.
Die neue US-Kampagne ziele darauf ab, einen Machtwechsel im Iran zu befördern, schrieb die "Washington Post". Präsident George W. Bush habe in den vergangenen Monaten außergewöhnlich viel Zeit auf den Iran verwendet. So beriet er sich dem Blatt zufolge bereits mit 30 bis 40 Spezialisten über das Land. Außerdem sei im Außenministerium ein eigenes Büro mit Zuständigkeit für den Iran geschaffen worden. Künftig würden sich dort zehn statt bisher zwei Experten ausschließlich mit dem Land befassen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in anderen Staaten der Region sollten außerdem neue diplomatische Posten eingerichtet werden, um den Iran zu beobachten.
Die US-Regierung hat dem Bericht zufolge ein Programm im Volumen von 75 Millionen Dollar (63 Millionen Euro) aufgelegt, um Radiosendungen in den Iran auszustrahlen, nicht-staatliche Organisation im Land zu unterstützen und den kulturellen Austausch zu fördern. Der offizielle US-Auslandssender Voice of America sendet derzeit täglich eine Stunde in den Iran, ab April sollen es der Zeitung zufolge vier Stunden sein, zu einem späteren Zeitpunkt ist ein ganztägiges Programm geplant.
(apa/red)
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