Sonntag, 19. März 2006

Plus von 17 Prozent: 126.000 Besucher sorgen für Rekord bei Leipziger Buchmesse

  • Großer Erfolg auch für Begleit-Veranstaltungen

Mit einem Rekordergebnis ist die diesjährige Leipziger Buchmesse zu Ende gegangen: 126.000 Besucher zog die Veranstaltung in ihren Bann, wie die Messegesellschaft am Sonntag mitteilte. Damit kamen 17 Prozent mehr Besucher auf das Leipziger Messegelände als im Vorjahr. Auch bei den Begleitveranstaltungen "Leipzig liest" und "Leipzig hört" wurden zehntausende Interessenten registriert.

Äußerst zufrieden zeigte sich Messechef Wolfgang Marzin nicht nur über die erneut gestiegene Besucherzahl. "Mittlerweile besucht der Fachhandel aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland die Buchmesse, deren wirtschaftliche Bedeutung für die Branche damit natürlich auch steigt", sagte Marzin. Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, beurteilte die Buchmesse ebenfalls als vollen Erfolg: "Leipzig wächst, Leipzig hat Erfolg, vor allem aber ist es als Messe unverwechselbar geworden: unverwechselbar in seinem Verhältnis zu den Büchern und den Menschen."

Auch der größte Teil der 2.162 Aussteller aus 36 Ländern war mit der diesjährigen Leipziger Buchmesse vollauf zufrieden. Laut Befragung sahen 90 Prozent der Aussteller ihre Erwartungen in die Messe erfüllt und wollen im nächsten Jahr auf alle Fälle wiederkommen. Vor allem den Zuwachs an Fachbesuchern registrierte der Geschäftsführer der Verlagsgruppe Suhrkamp, Philip Roeder, mit Zufriedenheit: "Alle wichtigen Buchhändler waren da, und wir führten sehr effektive Arbeitsgespräche."

Ein positives Fazit zogen auch die Macher der "Leseinsel Junge Verlage", bei der sich elf unabhängige Verlage erstmals gemeinsam präsentierten. Frank Niederländer von Tisch 7 nannte die "Leseinsel Junger Verlage" einen "Riesenerfolg". Sehr zufrieden zeigte sich unter anderem die Pressesprecherin des Diogenes Verlages, Ruth Geiger, die besonders von "Leipzig liest" angetan war. "Jeder Autor findet hier sein interessiertes Publikum", sagte sie. Dabei standen 1.800 Veranstaltungen mit mehr als 1.500 Mitwirkenden auf dem Programm.

Den zum zweiten Mal vergebenen "Preis der Leipziger Buchmesse" erhielten in der Kategorie Belletristik Ilija Trojanow ("Der Weltensammler"), in der Kategorie Sachbuch/Essayistik Franz Schuh ("Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche") und in der Kategorie Übersetzung Ragni Maria Gschwend (für die Übersetzung von Antonio Morescos "Aufbrüche"). Juryvorsitzender Martin Lüdke vom Südwestrundfunk zeigte sich davon überzeugt, dass der Preis "sich endgültig in Deutschland etabliert" hat.

(apa)

19.3.2006 16:52