Samstag, 18. März 2006

Antirauchergesetze extrem: In Vorort von L.A. ist Rauchen fast nirgendwo mehr erlaubt

  • Aus für blauen Dunst auch auf Bürgersteigen & Parks
  • Teilweise sogar in den eigenen vier Wänden verboten

In einem Vorort von Los Angeles ist am Freitag eines der striktesten Antirauchergesetze der Welt in Kraft getreten. In Calabasas dürfen Raucher sich in der Öffentlichkeit nirgendwo mehr eine Zigarette anstecken, wenn andere Menschen von dem Rauch gestört werden könnten. Die "umfassende Verordnung zur Kontrolle von Rauch aus zweiter Hand" verbietet das Rauchen vor Geschäften, Firmen, Hotels, Bars, Restaurants und in Parks und auf Bürgersteigen, erklärt die Stadtverwaltung auf ihrer Webseite.

Raucher müssen ab sofort mindestens sechs Meter Abstand von jedem Fleckchen halten, das andere Menschen betreten könnten. Wenn sich dennoch jemand beschwert, müssen sie auch dort die Zigaretten ausmachen. Andernfalls droht eine Strafe von 500 Dollar (410 Euro).

Auch in den eigenen vier Wänden sind Raucher in Calabasas nicht mehr sicher. Wenn nebenan eine Waschküche oder ein Aufenthaltsraum ist, darf auch dort nicht mehr geraucht werden. "Was Raucher tun, ist schädlich für alle anderen. Jeder hat das Recht, saubere Luft zu atmen", sagte Bürgermeister Dennis Washburn.

Rauchen ist in den meisten kalifornischen Restaurants und Bars und an Stränden bereits seit längerem verboten. So strikt wie in Calabasas sind die Verordnungen aber nirgendwo. (apa/red)

18.3.2006 08:46