13 Jahre Haft für Eierwurf auf Erdogan? Türkischer Premier nicht einmal getroffen!
- Anklage wegen Verstoß gegen Demonstrationsverbot
- Außerdem: Beleidigung von Beamten & Staatsgrößen
Wegen Eierwürfen auf den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan sollen neun Demonstranten mit Haftstrafen zwischen neun und 13 Jahren bestraft werden. Die Anklage wirft ihnen unter anderem "Verstoß gegen das Versammlungs- und Demonstrationsgesetz" und "Beleidigung von Beamten und Staatsgrößen" vor.
Am ersten Verhandlungstag ordnete das Gericht die Freilassung von fünf der neun Angeklagten an, die seit mehr als einem Monat in Untersuchungshaft saßen.
Die Eier waren Anfang Februar in der südtürkischen Stadt Mersin geflogen, hatten den islamisch-konservativen Regierungschef aber verfehlt. Bei den Angeklagten handelt es sich um Mitglieder der Organisation "Volkshäuser"; diese bestanden vor dem Zweiten Weltkrieg und wurden einst von der Partei des Republikgründers Kemal Atatürk zur Verbreitung kemalistischen Gedankenguts eingerichtet. (apa)
