Samstag, 18. März 2006

Gründungskonvent des BZÖ Salzburg: Mainoni einstimmig zu Obmann gewählt

  • Fauland und Stark zu Stellvertretern gekürt
  • "Stehen für konstruktive und glaubwürdige Politik"

Beim Gründungskonvent der Salzburger Landesgruppe des Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) ist Staatssekretär Eduard Mainoni einstimmig zum Landesobmann gewählt worden. Die rund 150 Personen, die zur Gründungsversammlung gekommen waren, bestellten auch die anderen Mitglieder des Parteivorstands ohne Gegenstimmen. Der NAbg. Markus Fauland und der Student Robert Stark sind Stellvertreter Mainonis.

Zum Bündnisteam gehören auch die Angestellte Nina Wolf sowie der Zahnarzt Othmar Frühmann. Zum Finanzreferenten wurde der ehemalige Nationalratsabgeordnete Hermann Böhacker gewählt. Rechnungsprüfern sind die frühere FP-Landesrätin Margot Hofer, der ehemalige Gemeinderat Erich Schäffer sowie Iris Schludermann, die vor Jahren für die FPÖ im Landtag saß.

"Wir stehen für eine konstruktive und glaubwürdige Politik", erklärte Mainoni nach der Wahl. Man werde sich um die Themen Arbeitsplätze, soziale Sicherheit, Gesundheit, Entlastung des Mittelstandes, Schutz der Heimat und Hilfe für Bedürftige kümmern. Er sieht für das BZÖ, das einer aktuellen Umfrage zufolge in Salzburg bei der Sonntagsfrage auf vier Prozent käme, eine gute Ausgangsposition für die Nationalratswahlen.

Sowohl Mainoni als auch Bündnisobmann Jörg Haider gingen auf die Gründe für die Trennung zwischen FPÖ und BZÖ ein. Man habe sich durch innerparteilichen Streit nicht mehr um die Bedürfnisse der Bürger kümmern können, meinte Mainoni. Man habe verhindert, dass die Reformarbeit durch parteiinternen Streit aus der Parteienlandschaft verschwunden wäre, meinte Haider. Jene, die in der FPÖ verblieben seien, stünden für eine Fundamentalopposition. "Wir haben uns im Lauf der Jahre zur Mitverantwortung emporgearbeitet", sagte der Kärntner Landeshauptmann. Das Beispiel Kärnten zeige, dass das BZÖ dort die größten Erfolge habe, wo es in der Regierungsverantwortung sei.

"Wir wollen uns nicht vorzeitig in den Wahlkampf ziehen lassen", erklärte Haider. Das BZÖ werde bis zum Schluss arbeiten. "Gute Arbeitsergebnisse sind die beste Wahlempfehlung." Wenn das BZÖ bei den Nationalratswahlen erfolgreich sei, dann werde es keine große Koalition in Österreich geben, erklärte Haider den Teilnehmern des Gründungskonvents, zu dem auch Justizministerin Karin Gastinger und Sozialministerin Ursula Haubner nach Salzburg gekommen waren.

(apa/red)

18.3.2006 17:09