Freitag, 17. März 2006

Verwirrung um doppelte Autonummern in OÖ: Unschuldige Lenkerin erhielt Radarstrafe

  • Frau konnte beweisen, dass es nicht ihr Auto war
  • Behörde: Möglicherweise "Ablesefehler" des Geräts

In Oberösterreich sind möglicherweise zwei Autofahrer mit der gleichen Nummer unterwegs. Die Behörden wurden durch den Einspruch gegen eine Radarstrafe darauf aufmerksam: Eine Lenkerin aus dem Bezirk Linz-Land war angeblich Ende Oktober 2005 auf der Mühlkreisautobahn (A7) zu schnell gefahren. Sie konnte aber beweisen, dass es sich nicht um ihr Auto handelte.

"Um diese Zeit war ich doch gar nicht mit meinem VW Polo unterwegs", wird die Frau in dem Bericht zitiert. Ein Einspruch und eine daraufhin vorgelegte Kopie des Radarfotos deckten den Irrtum auf. Auf dem Bild war zwar das gleiche Kennzeichen zu erkennen, es handelte sich aber eindeutig um ein anderes Auto.

Man prüfe nun, wie es dazu kommen konnte, erklärte die Bezirkshauptmannschaft Bezirk Linz-Land. Er halte einen "Ablesefehler" für wahrscheinlicher als einen Irrtum bei der Kennzeichenausgabe, sagte Bezirkshauptmann Rudolf Doleschal zur APA.

Vereinzelt würden solche Fehler passieren, vor allem, weil die Radarfotos "oft eine gewisse Unschärfe haben", erklärte Doleschal. Es gebe ein Linzer Taxi mit ähnlichem Kennzeichen, möglicherweise sei dieses auf dem Bild zu sehen. Sicher ist nur, dass die Lenkerin die Strafe nicht bezahlen muss. (apa/red)

17.3.2006 11:19