Rotes Kreuz schlägt Alarm: Nur jeder zehnte Österreicher beherrscht "Erste Hilfe"
- Medien-Kampagne soll Hemmschwellen reduzieren
Nur jeder zehnte Österreicher ist laut Rotem Kreuz derzeit in der Lage, "Erste Hilfe" zu leisten und auch richtig zu helfen. Das soll sich ändern. Eine österreichweite Aktion von ORF, Rotes Kreuz, "Erste Bank" und "Aussenwerbung" zur "Ersten Hilfe" soll die Österreicher dazu animieren, die Kenntnisse zur Erstversorgung aufzufrischen und Hemmschwellen zu reduzieren.
Vier Wochen lang sendet der ORF im Fernsehen bzw. auf Ö3 insgesamt 60 TV- bzw. 40 Radiospots. Ö1 stellt am 27. März seine Sendung "Radiodoktor - Das Gesundheitsmagazin" in den Dienst der Sache. Und am Donnerstag besuchte die ORF-Vorabend-Sendung "Willkommen Österreich" einen Erste-Hilfe-Kurs. ORF-Generaldirektorin Monika Lindner: "Es wird keinem Österreicher gelingen, an dieser Kampagne vorbeizugehen."
Apropos Erste-Hilfe-Kurs: Das Rote Kreuz bietet zum Auffrischen österreichweit einstündige Schnupperkurse an - und zwar gratis. Anmeldungen sind telefonisch in jeder Rotkreuz-Niederlassung in Österreich, unter der Service-Hotline 050-144-244 und online unter http://www.erstehilfe.at möglich. Kopetzky: "Unser Ziel ist es, bis Ende 2006 zweieinhalb Millionen Ersthelfer zu haben."
Einer aktuellen "market"-Umfrage zufolge würden nur 60 Prozent der Österreicher Erste Hilfe leisten. "Wir vom Roten Kreuz gehen von einer noch viel geringeren Zahl aus", sagte Kopetzky. 28 Prozent der Befragten gaben an, "auf jeden Fall" Erste Hilfe zu leisten, 32 Prozent würden es "eher doch" tun. Und demnach 40 Prozent gar nicht. Kopetzky: "Es herrscht die Angst vor, etwas falsch zu machen. Aber das einzige, was man falsch machen kann, ist, keine Erste Hilfe zu leisten." (apa)
