Donnerstag, 16. März 2006

Reise in Nahen Osten: König Abdullah von Saudiarabien empfing Präsident Fischer

  • Weitere Station sind Vereinigte Arabische Emirate
  • Fischer: "Günstiger Zeitpunkt für Reise an den Golf"

Bundespräsident Heinz Fischer ist am Samstag zum Auftakt seiner fünftägigen Reise an den Persischen Golf in der saudiarabischen Hauptstadt Riad eingetroffen. Fischer absolviert bis zum kommenden Mittwoch Staatsbesuche in Saudiarabien und anschließend in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auf dem Militärflughafen von Riad wurde Fischer vom saudiarabischen König Abdullah mit militärischen Ehren empfangen.

Der Bundespräsident und der Monarch nahmen die Ehrenparade der angetretenen Formationen der drei Waffengattungen ab. Auch eine Einheit der blau gewandeten, mit Säbeln bewaffneten Beduinengarde war auf dem Rollfeld angetreten. Eine Militärkapelle in weißen, goldbedressten Uniformen intonierte die österreichische Bundeshymne - kaum wiederzuerkennen und militärisch pointiert.

Gegenüber dem ORF-Fernsehen sagte der Bundespräsident, er halte den Zeitpunkt für seine Reise in die Golfregion für sehr günstig. Für die österreichische Wirtschaft sei die Region sehr interessant. Er fügte hinzu: "Es ist eine politisch harte Zeit", wobei er auf den Iran, den Nahen Osten und den Irak verwies. Er sehe seinen Gesprächen "mit politischen einflussreichen Staatsmännern mit Interesse entgegen."

Auch vom menschlichen Standpunkt hält der Bundespräsident den Zeitpunkt seiner Reise für gut. Indirekt spielte er darauf an, dass es an der Spitze der beiden Staaten, die er gegenwärtig besucht, in den vergangenen zwei Jahren einen Wechsel gegeben hat. König Abdullah folgte auf König Fahd, Scheich Khalifa auf Scheich Zayed. "Gerade in schwierigen Zeiten soll man bereit sein für den Dialog", so Fischer, auf den Karikaturenstreit angesprochen.

(apa)

16.3.2006 11:56