Serienunfälle auf der Tauernautobahn:
15 Crashes innerhalb weniger Stunden
- Schneeglatte Fahrbahnen, zu hohe Geschwindigkeit
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Schneeglatte Fahrbahnen und nicht angemessene Geschwindigkeit führten Montag früh auf der Tauernautobahn (A10) innerhalb weniger Stunden zu mindestens 15 Unfällen. Das teilte der ÖAMTC mit. Bei einem Unfall zwischen Golling und Kuchl Richtung Salzburg wurde eine Person verletzt. Bei Werfen kam ein mit zwölf Tonnen Toilettenpapier beladener Sattelzug ins Schleudern und stürzte um.
Allein zwischen 4.00 und 6.00 Uhr ereigneten sich im Abschnitt zwischen Golling und Salzburg-Süd neun Unfälle. Es kam immer wieder zu Stauungen. Teilweise musste die Tauernautobahn kurzfristig gesperrt werden. "Die Leute fahren für die Wetterverhältnisse einfach zu schnell", kritisierte ein ÖAMTC-Mitarbeiter.
Südautobahn in Kärnten wurde zur "Sandpiste"
Buchstäblich in eine "Sandpiste" verwandelt wurden ein Zubringer und Teile der Südautobahn in Kärnten. Ein mit Sand beladener Sattelschlepper stieß bei der Auffahrt Griffen (Bezirk Völkermarkt) gegen die Leitschiene und kippte um. Der Transporter wurde schwer beschädigt, der Sand über die ganze Straße und die Autobahn verstreut.
Der aus St. Michael ob Bleiburg stammende 24-jährige Kraftfahrer wurde mit leichten Verletzungen von der Rettung ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht. Die A2 war im Bereich der Unfallstelle für die Dauer der Bergungs- und Aufräumungsarbeiten nur einspurig befahrbar.
Sturm verursachte Schäden im Burgenland
Der starke Sturm im Nordburgenland hat erheblichen Schaden verursacht. In Parndorf wurde ein Dach abgetragen, auf der B50 zwischen Breitenbrunn und Purbach wurden zwei Lkw-Anhänger gekippt, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland heute, Montag. Personen wurden bei den Zwischenfällen keine verletzt.
Am Sonntagnachmittag erfasste eine starke Windböe den Anhänger eines Kastenwagens auf der B50. Er kippte gegen einen entgegenkommenden Pkw und beschädigte diesen erheblich. Der umgekippte Anhänger kam auf der Fahrbahn quer zu liegen. Die Straße musste für Aufräumarbeiten gesperrt werden.
Ebenfalls auf der B50 wurde der Anhänger eines Lkw-Zuges durch staken Wind gegen einen Transporter auf der Gegenfahrbahn geschleudert. Der Anhänger landete in der Straßenböschung, das Zugfahrzeug blieb quer auf der Fahrbahn stehen.
Am Sonntag trug der Wind das Dach einer Wohnhausanlage in Parndorf ab. Die Hausmeisterin bemerkte die Teile im Garten und am Parkplatz. Zwei Feuerwehren mit 15 Mann waren im Einsatz, um die beschädigten Teile der Sonnenkollektorflächen am Dach aus Sicherheitsgründen abzumontieren. Der dabei entstandene Schaden ist nicht bekannt.
Pkw krachte gegen Kleinbus: Sieben Verletzte in OÖ
Eine 20-jährige Studentin aus Linz ist am Sonntagabend in Oberösterreich mit ihrem Auto gegen den Kleinbus einer fünfköpfigen Familie geprallt. Der Zusammenstoß im Gemeindegebiet von St. Martin (Bezirk Rohrbach) forderte sieben Verletzte, darunter drei Kinder. Das teilte die Sicherheitsdirektion am Montag in einer Presseaussendung mit.
Die 20-Jährige dürfte auf der eisglatten Straße die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben. Sie geriet ins Schleudern und krachte in den entgegenkommenden Kleinbus einer fünfköpfigen Familie aus Linz. Dieser stieß in der Folge mit einem weiteren, von einer 19-jährigen Studentin aus Lassing (Bezirk Liezen) in der Steiermark gelenkten Wagen zusammen. Die Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Notarztwagen ins Allgemeine Krankenhaus Linz eingeliefert.
Die 41-jährige Beifahrerin im Kleinbus musste ebenfalls ins Spital. Ihr Mann, ein 42-jähriger Elektrotechniker, und ihre drei Söhne im Alter zwischen fünf und neun Jahren wurden leicht verletzt, ebenso die 20-jährige Studentin aus Linz. An allen Fahrzeugen entstand Totalschaden.
(apa/red)
