Samstag, 20. Mai 2006

ARBÖ wirft Generalsekretär Hellar raus: Sachverhaltsdarstellung an Staatsanwalt

  • Untreue und "haarsträubende Malversationen"
  • Rudolf Hellar bereits vor diesem Schritt suspendiert

Der amtierende ARBÖ-Präsident Rudolf Schober hat Schritte zur Entlassung des bereits suspendierten Generalsekretärs Rudolf Hellar eingeleitet. Zugleich wurde ein Anwalt damit betraut, eine Sachverhaltsdarstellung an die Wiener Staatsanwaltschaft zu übermitteln, teilte die Autofahrerorganisation mit.

Vor der Entscheidung der ARBÖ-Spitze waren neue Vorwürfe gegen den suspendierten Generalsekretär publik geworden: NEWS zitierte u.a. aus dem Bericht einer Wirtschaftsprüfungskanzlei sowie einer arbeitsrechtlichen Stellungnahme: Rudolf Hellar würde Untreue vorgeworfen, es lägen "haarsträubende Malversationen" vor und er wäre sofort zu entlassen.

Weiters berichtete NEWS von außerordentlichen Sonderzahlungen an Hellar ohne entsprechende Genehmigungen, Refundierungen für einen "irrtümlich" verrechneten privaten Reifenkauf, verschenkte Reisegutscheine, hohe Barentnahmen sowie formalrechtliche Mängel bei Spesen- und Aufwandsentschädigungen. Überdies seien Tochter und Schwiegersohn mit ARBÖ-Reisegutscheinen in die Türkei geflogen sowie drei Opel 123-Mobile monatelang bei der Familie Hellar im Einsatz gewesen. Dabei hätte der Ex-Generalsekretär 2005 eine Bruttogage von mehr als 240.000 Euro kassiert.
(apa)

20.5.2006 07:52