Frauen in der EU: Bessere Ausbildung als Männer aber weniger Geld, schlechtere Jobs
- 55% der Studenten weiblich, nur 32 % der Manager
- Geschlechterspezifisches Lohngefälle ca. 15 Prozent
·Tag der Frau heuer bereits zum 95. Mal...
Motto: Rolle der Frau in der Entscheidungsfindung
·Zum Frauentag: Das Dilemma der Hausfrau
Schell-Tochter kämpft für Aufwertung des Images
·Jobschnuppern: Heute Wr. Töchtertag
Mädchen zwischen 11 & 16 lernen Berufe kennen
·WOMAN: Chefinnen im Garten Eden
Blühendes Geschäft: Drei Frauen im Blumen-Biz
·Tipps: So relaxen Top-Managerinnen!
WOMAN: Auszeit-Secrets von Business-Ladys
·WOMAN zeigt Offices von Top-Biz-Ladies
Arbeitsplätze & Lieblings- stücke von PC bis Handy
·Für die ganze Woche: 5 smarte Bürofrisuren
WOMAN: Frisurenquickies für den Business-Chic
·WOMAN: Business- Ladys & ihr Job-Style
Tipps für den perfekten Auftritt in jeder Branche
Frauen sind in der EU im Schnitt besser ausgebildet als Männer, am Arbeitsmarkt schlägt sich das allerdings weder in den Positionen noch im Gehalt nieder. Während in der gesamten Union 55 Prozent der Studenten in der EU weiblich sind, beträgt der Frauen-Anteil unter den Managern nach wie vor nicht einmal ein Drittel. Im Schnitt verdienen Frauen zudem nach Schätzungen um 15 Prozent weniger als Männer, geht aus einer am Montag in Brüssel präsentierten Eurostat-Statistik zum Leben von Männern und Frauen in der EU hervor.
Die höchsten Anteile an weiblichen Führungskräfte weisen laut Eurostat die baltischen Staaten auf: In Lettland waren im 2. Quartal 2005 44 Prozent der Manager Frauen, in Litauen 43 Prozent und in Estland 38 Prozent. Österreich liegt mit einem Managerinnen-Anteil von 27 Prozent im Mittelfeld knapp besser als Deutschland (26,4) und etwas schlechter als Finnland (29,7 Prozent) und Schweden (29,8 Prozent). Den geringsten Anteil an Frauen in den Chefetagen haben Zypern mit 13,6 Prozent und Malta mit 14,5 Prozent sowie Dänemark mit 23 Prozent.
Große Unterschiede zwischen Mitgliedsstaaten
Auch beim geschlechtsspezifischen Lohngefälle gibt es große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Während die Frauen in Zypern, Estland und der Slowakei rund ein Viertel weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, sind es in Malta, Portugal und Belgien nur 4 bis 6 Prozent. In Österreich beträgt der Abstand 18 Prozent und liegt damit wie in Finnland, Schweden, den Niederlanden oder auch Dänemark deutlich höher als der EU-Durchschnitt.
87,6% der Austro-Frauen haben Matura oder Lehre
Mit der Ausbildung lässt sich das Gehaltsgefälle nicht begründen: 2005 hatten in der EU 80 Prozent der Frauen zwischen 20 und 24 Jahren zumindest eine mittlere (schulische oder berufliche) Ausbildung, gegenüber 75 Prozent Männern. Die Frauen überwiegen in allen EU-Ländern außer Tschechien und Großbritannien, wo die Anteile gleich waren. In Österreich haben 87,6 Prozent der Frauen Matura oder Lehre, verglichen mit 84,1 Prozent der Männer.
Bei Studenten überwiegen Frauen
Bei den Studenten überwiegen die Frauen ebenfalls in fast allen Mitgliedstaaten, außer Deutschland und Zypern, wo es ähnlich viele sind. Völlig anders sieht das Bild nur in den naturwissenschaftlichen Studienrichtungen aus: In diesen sind die Frauen nach wie vor nur mit 37 Prozent vertreten. Ausnahmen bilden hier Italien und Portugal, wo nahezu gleich viele Frauen wie Männer Mathematik, Informatik etc. studieren. Österreich findet sich mit einem Frauenanteil unter den Naturwissenschafts-Studenten von 34,8 Prozent im Mittelfeld.
(apa/red)
