Mittwoch, 8. März 2006

Geldgeile Hacker: Cyber-Kriminellen ist der Profit wichtiger als Ruf in der Community

  • Kleine, aber gezielte Angriffe liegen jetzt im Trend
  • Angriffsziel ist das Ausspionieren persönlicher Daten

Hackern geht es immer öfter um finanziellen Profit. Waren vor einiger Zeit noch die Zerstörung von Daten und ein gewisser Ruf in der Community die vorrangigen Ziele eines Angriffs, so liegt heute eher das Ausspionieren persönlicher Daten im Trend. Einerseits werden die Informationen direkt zu Geld gemacht, andererseits wird mit den Daten auf einem immer größer werdenden Schwarzmarkt gehandelt. Zu diesem Ergebnis kommt der halbjährliche Threat-Report von Symantec.

Die Arbeit der Hackergruppen ist dabei äußerst gut geplant, berichtet ZDNet. Heute sind organisierte Verbände von bis zu 20 Personen am Werk, die sich ihre Arbeit aufteilen, berichtet Candid Wüest, Virenexperte von Symantec. Laut Symantec hat besonders der Anteil bösartiger Spionagesoftware zugelegt - von 74 auf 80 Prozent, so ZDNet. Eine Zunahme wurde auch bei Phishing-Attacken verbucht. Jede 119. E-Mail hätte es bereits auf vertrauliche Daten des Empfängers abgesehen. Insgesamt wurden rund acht Millionen (plus 40 Prozent) Phishing-Mails in sechs Monaten registriert.

Die Bedrohung von Botnetzen durch Denail-of-Service-Attacken (DoS) ist um stolze 51 Prozent nach oben geklettert. Hierbei wird versucht, per ferngesteuerter Computernetze Firmen unter Androhung von DoS-Attacken zu erpressen. Finanzielle Interessen stehen dabei im Vordergrund. Besonders groß ist die Gefahr in China. Die Anzahl der infizierten Rechner stieg hier um ganze 37 Prozent, so ZDNet. (red)

8.3.2006 10:05