11.3.2006 19:35

Krankl-Abrechnung mit ÖFB-Präsident Stickler: "Es kommt alles zurück im Leben"

  • "Kann sein, dass ich nicht mehr als Trainer arbeite"

Der frühere österreichische Teamchef Hans Krankl hat in einem Interview erklärt, warum er bisher auf eine mediale Abrechnung mit ÖFB-Präsident Friedrich Stickler verzichtet hat. "Um mit jemandem abzurechnen, muss eine Wertigkeit da sein. Und die ist nicht da. Da ist kein Gegenüber. Die Leute, die das auf dem Gewissen haben, kriegen sowieso ihre Rechnung präsentiert. Auf einer anderen Ebene. Es kommt alles zurück im Leben", wurde Krankl zitiert.

Der ehemalige "Goleador" hätte das österreichische Nationalteam gern zur Heim-EURO 2008 geführt. "Ich habe diese Mannschaft aufgebaut. Und ich hätte es mir verdient, dieses Team zur EM zu führen. Mehr wie jeder andere! Nicht, weil ich so gut bin. Sondern weil ich das Team aufgebaut habe. Das wäre mir zugestanden. Das hat man mir weg genommen."

Krankl, der im vergangenen September noch vor den abschließenden WM-Qualifikationsspielen gegen England und Nordirland von Stickler des Amtes enthoben wurde, hofft auf eine Steigerung der ÖFB-Auswahl bis zur Heim-EM. "Hickersberger wird es hoffentlich schaffen, dass das Team gut spielt. Er hat das Glück, dass zwei Spieler in der Premier League sind. Aber er wird verzweifelt einen Stürmer suchen. Er wird auch an der Situation bei Austria verzweifeln, wo lauter Legionäre spielen. Mein Kader wird sein Kader sein", sagte der frühere Barcelona-Legionär im "Kurier".

Eine Rückkehr zu seinem Stammverein Rapid kann sich der 53-Jährige durchaus vorstellen. "In welcher Position ich irgendwann bei Rapid erscheinen werde, das wird die Zukunft weisen. Ich möchte die Leute dort nicht verschrecken. Das ist mein Verein. Es kann durchaus sein, dass ich nicht mehr als Trainer arbeite." (apa)

11.3.2006 19:35
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