FC Barcelona gelingt Revanche: Spanier werfen Chelsea aus der Champions League
- Rijkaard: "Bin kein Typ, der an Rache glaubt"
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Von Real Madrid über
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Mit einem 1:1-Unentschieden und dem damit verbundenen Aufstieg hat sich der FC Barcelona im Achtelfinale der europäischen Champions-League beim FC Chelsea für das vorjährige Ausscheiden revanchiert. "Es war ein großes Spiel und ein großer Sieg", meinte Barca-Torschütze Ronaldinho, der in der 78. Minute den Aufstieg so gut wie sicher gestellt hatte. Der Ausgleich durch Frank Lampard per Elfmeter fiel zu spät (93.), die Katalanen sind nach dem 2:1 in London mit einem Gesamt-Score von 3:2 im Viertelfinale.
"Ich bin kein Typ, der an Rache glaubt. Ich habe nichts gegen Chelsea oder den Coach, habe größten Respekt, für das was er tut", gab sich Erfolgs-Coach Frank Rijkaard nach dem Spiel versöhnlich. Seine Mannschaft war ebenfalls im Achtelfinale des Vorjahres an Chelsea gescheitert, vor dem Spiel war es vor allem zwischen dem Niederländer und Chelsea-Trainer Jose Mourinho zu verbalen Reibereien gekommen. Barcelona, derzeit wohl Europas stärkste Vereinsmannschaft, hat weiter die Chance, erstmals seit 14 Jahren wieder die höchste europäische Klubtrophäe zu gewinnen.
Für Mourinho war das erste Spiel in London ausschlaggebend für das Ausscheiden seines Teams. "Wir haben die meiste Zeit zu Zehnt gespielt. Barcelona hat ein starkes Team und ich wünsche ihnen viel Erfolg, aber sie haben uns im Spiel elf gegen elf nicht geschlagen", stichelte der Portugiese auch nach dem Ausscheiden seines Teams noch nach. Die teuerste Mannschaft der Welt hat es somit wie im Vorjahr (Halbfinal-Out gegen Liverpool) nicht geschafft, den Titel zu holen.
Gnadenloser 'Puma'
In Turin erlebten immerhin 40.000 Zuschauer ein Spiel auf einer schiefen Ebene, das erst nach einem katastrophalen Patzer des bis dahin fehlerlosen Werder-Tormanns Tim Wiese entschieden wurde. Nach einer harmlosen Flanke fing der Deutsche den Ball, als er sich am Boden abrollte, rutschte im dieser allerdings aus der Hand, der Brasilianer Emerson verwertete zum wichtigen 2:1 (88.) . Dabei hatte Emerson bereits abgedreht, erst ein Zuruf seines Mitspielers Fabio Cannavaro machte den Mittelfeldspieler aufmerksam. "Er rief 'Puma, Puma' und ich verwertete den Ball", meinte Emerson, dessen Spitzname "Puma" ist, nach dem Spiel.
"Wir haben sicher zehnmal aufs Tor geschossen und gezeigt, dass wir ein Team sind, das niemals aufgibt", zeigte sich der Goldtorschütze erleichtert. Nach dem 2:3 in Bremen und dem schnellen 0:1 durch Werder-Spielmacher Johan Micoud in der 13. Minute hatte es lange Zeit nach einem Ausscheiden der "alten Dame" ausgesehen. David Trezeguet (65.) und Emerson sorgten dank der Auswärtstorregel doch noch für den Aufstieg ins Viertelfinale.
Bei Werder herrscht hingegen Katzenjammer. "Es ist schwer für einen Trainer, nach so einem Ausgang mit den Spielern zu sprechen. Alle sind sehr enttäuscht", meinte ein traurigen Werder-Trainer Thomas Schaaf. Wiese mache er wie die restlichen Werder-Spieler keine Vorwürfe: "Wir gehen da gemeinsam durch. Und wir gehen jetzt mit Vollgas in den Endspurt der Meisterschaft".
Villarreal mit historischem Erfolg
Die Überraschungsmannschaft der Champions League bleibt weiter Villarreal, das mit dem 1:1-Unentschieden gegen die Glasgow Rangers nach dem 2:2 in Schottland ebenfalls den Viertelfinal-Aufstieg schaffte. Verteidiger Arruabarrena (49.) stellte kurz nach der Pause den Endstand her, Lövenkrands hatte die Schotten nach 12 Minuten in Führung gebracht.
"Es gibt keine Grenzen für den Klub, bis jetzt war noch kein Verein auf dem Spielfeld besser als wir", zeigte sich Manuel Pellegrini, Coach der Spanier, für die nächste Aufgabe bereit. Villarreal schaffte das Kunststück, beim ersten Antreten in der europäischen Elite-Liga gleich das Viertelfinale zu erreichen, und ist in der Saison 2005/06 in acht Spielen ungeschlagen. Rangers-Trainer Alex McLeish, der am Ende der Saison zurücktritt, war trotz des Ausscheidens "stolz auf seine Spieler". Glasgow schaffte auch im achten Anlauf auswärts keinen Sieg gegen spanische Vereine.
(apa/red)
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